Die Jesuiten von Sankt Michael haben schon einige Prominente auf ihrem letzten Weg begleitet – nach Bernd Eichinger und Hannelore Elsner gibt der Orden heute Joseph Vilsmaier das letzte Geleit in der Jesuitenkirche an der Neuhauser Straße.
Der Filmregisseur starb am 11. Februar mit 81 Jahren friedlich zu Hause im Kreise seiner Familie. Vilsmaier liebte das pralle Leben. Dem Tod verlieh er höchstens in seinen Werken wie im „Brandner Kaspar“ oder in seinem letzten Film „Der Boandlkramer und die ewige Liebe“ eine Rolle. Vilsmaier mochte keinen Stillstand. Er würde es als schrecklich empfinden, wenn die Ewigkeit nur mit Ruhe verbunden wäre, sagte er einmal. Eine Sorge, die der Hausherr von Sankt Michael nehmen kann, wenn er heute die letzten Worte für die Filmlegende spricht. „Die Ewigkeit ist keine Friedhofsruhe. Sie ist ein wohltuendes Ruhen als Ausdruck der inneren Einheit mit uns selbst. Zugleich ist sie ein dauerndes Abenteuer“, sagt Pater Kern der Katholischen Nachrichten-Agentur.
Vilsmaier hatte sich erst mit knapp 50 Jahren als Regisseur erprobt. Er feierte mit Filmen wie „Herbstmilch“, „Schlafes Bruder“ und „Comedian Harmonists“ große Erfolge. In der Andacht des Paters wird nicht nur der Künstler Vilsmaier gewürdigt. Sondern auch der herzliche, nahbare Mensch, der er war. „Ich bin der Sepp“, so hat der Urbayer sich selber gern vorgestellt. Ein großer Teil der Kirche ist heute reserviert, ein Bereich soll aber auch für Fans und Freunde offen stehen. An der Beisetzung wird indes nur die engste Familie teilnehmen. das