Er testet Verdachtsfälle

von Redaktion

Hausarzt Dr. Gross ist voll beschäftigt

Unermüdlich, von frühmorgens bis in den späten Abend hinein, sitzt der Allgemeinmediziner Philipp Gross mit seinem Ärzteteam am Telefon und berät besorgte Patienten. Fünf Tage pro Woche leistet er in seinen beiden Hausarztpraxen im Glockenbachviertel Schwerstarbeit. Und als wäre das nicht genug: Am vergangenen Wochenende war er noch zusätzlich etliche Stunden im Dienst, um Patienten unter Corona-Verdacht daheim zu testen. Jeden Tag ist er im Einsatz für die Allgemeinheit.

„Ich dachte mir, wenn wir nicht wollen, dass Verdachtspatienten zu uns in die Praxen kommen, dann muss man sich auch für so etwas bereit erklären“, erzählt der Hausarzt unserer Zeitung. In diesem Einsatz für den ärztlichen Notdienst hat Philipp Gross schnell gemerkt, wie das System derzeit an die Kapazitätsgrenzen gelangt. „Man bekommt eine Liste mit Namen und Adressen. Ich habe circa acht Stunden gearbeitet und über 70 Abstriche gemacht und kaum Zeit für Gespräche gehabt. Und trotzdem habe ich nur circa 80 Prozent der Liste geschafft.“ Auch er begrüßt, dass es immer mehr mobile Test-Stationen gibt.

Bei diesem Engagement leidet natürlich das Familienleben. Gross: „Meine Frau und meine beiden kleinen Kinder sehe ich nur zum Frühstück. Und wer weiß, ob wir nicht bald eine komplette räumliche Trennung brauchen – mein Risiko, mich zu infizieren, steigt täglich…“

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