Das große Herz der jungen Helfer

von Redaktion

Während vielerorts die Tafeln schließen, machen die Helfer in München weiter. An allen 27 Ausgabestellen sollen die Besucher weiterhin mit gespendeten Lebensmitteln versorgt werden. Jetzt springen besonders viele junge Menschen ein.

VON ANDREA STINGLWAGNER

Es sind Menschen, die dieses Angebot unbedingt zum Leben brauchen – Hamsterkäufe könnten sie sich gar nicht leisten: die Besucher der Münchner Tafel. Doch durch die Corona-Krise drohten Probleme: Viele der ehrenamtlichen Helfer gehören zur Risikogruppe der Menschen höheren Alters und sollten nicht mehr mithelfen. Jetzt aber gibt es gute Nachrichten: Immer mehr junge Leute zeigen ein großes Herz und springen als Helfer ein.

Tafel-Sprecherin Angela Zacher: „Wir sind unfassbar dankbar!“ Etwa 70 Prozent der ehrenamtlichen Helfer der insgesamt 27 Ausgabestellen der Münchner Tafel gehören zur Corona-Risikogruppe, erklärt Zacher. „Wir haben nicht gesagt: Ihr dürft nicht mehr helfen. Es liegt in der Entscheidung jedes einzelnen.“ Immer mehr junge Leute melden sich nun – am Freitag waren es 50, sogar mehr, als gebraucht wurden.

Alle Helfer halten streng die Hygieneregeln ein. Die Besucher stehen in der Schlange weit auseinander, Helfer mit Zollstock stellen sicher, dass die Leute zwei Meter Abstand lassen. So kann – zumindest momentan – die Tafel wie gehabt fortgeführt werden, sagt Zacher. Wöchentlich über 20 000 Tafel-Gäste können versorgt werden. Wie jetzt mit den Ausgehbeschränkungen umgegangen werden soll, will der Tafel-Vorstand zeitnah entscheiden.

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