Er leckt einen Fahrkarten-Automaten ab, eine Haltestange in der U-Bahn und sogar den Handlauf einer Rolltreppe: Ein Video, das unter anderen Umständen bei den meisten Zuschauern für Ekel und Kopfschütteln sorgen würde, ist aktuell Anlass für Entrüstung. Sogar die Polizei ermittelt gegen den 28-jährigen Felix K. Dieser hat das Video unter dem Hashtag #CoronaChallenge auf seinem Instagram-Account hochgeladen. Dort steht es zwar inzwischen nicht mehr, doch geistert es immer noch durchs Netz – und sorgt weiter für Empörung. „Du gehörst ja in die Psychiatrie“, schreibt etwa ein Instagram-Nutzer. K. macht sich in dem Video über die Corona-Krise lustig und fordert Menschen auf, sich seine Viren abzuholen. Lustig ist die Aktion für K. aber bestimmt nicht: Die Polizei hat den Münchner am Wochenende festgenommen und ermittelt wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung. Um diese handelt es sich, wenn K. wirklich absichtlich Viren verteilt hat. Ihm droht daher mindestens eine hohe Geldstrafe. Der Täter zeigt sich reumütig. Er habe das Video bereits am 15. März aufgenommen und die Krisensituation zu diesem Zeitpunkt nicht ernst genommen. „Es tut mir leid“, sagte K. gegenüber unserer Redaktion. laf
Das Aufeinandertreffen dreier Chinesen in einer Wohnung in Laim hat am Samstag gegen 18 Uhr zu einem versuchten Mord geführt. Ein 57-Jähriger besuchte in Laim einen 40-Jährigen. Bei diesem daheim war bereits ein 53-Jähriger, der von dem 40-Jährigen Sachen abholen wollte. Plötzlich stach der 57-Jährige dem 53-Jährigen mit einem Messer in den Bauch – der Grund ist der Polizei bisher schleierhaft. Der 40-Jährige hielt den Angreifer mit aller Kraft zurück. Nachdem es ihm und dem Verletzten gelang, dem Angreifer das Messer abzunehmen, flüchtete der Täter in seine Wohnung, die sich im selben Anwesen befindet. Die Polizei hat ihn dort festgenommen und ermittelt nun wegen versuchten Mordes. Das Opfer wurde operiert und ist außer Lebensgefahr. laf
Die Stadt München musste gestern den ersten Corona-Toten vermelden. Ein 56-Jähriger mit Vorerkrankungen sei bereits am Wochenende im Klinikum Großhadern an Covid-19 verstorben, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Sonntag und Montag sind 274 neue Fälle bestätigt worden, die Gesamtzahl der Infektionen liegt damit bei 1316. Zum Vergleich: In der Vorwoche waren es noch insgesamt 260. Die Zahl der Neuinfektionen lag am Montag vor einer Woche bei 18 Fällen. mk