Standl-wechsel-dich am Viktualienmarkt

von Redaktion

Derzeit steht das berühmte Treiben auf dem Viktualienmarkt quasi still. „Das ist öde“, sagt Elke Fett, deren Stand ebenfalls geschlossen ist, weil sie Kerzen und keine Lebensmittel verkauft. „Aber es muss jetzt halt sein, damit wir in ein paar Wochen wieder aufmachen können.“

Und dann freut sich die Marktfrau schon auf ein paar neue Standl. Denn einige stehen leer und sind neu ausgeschrieben. Und bei einigen ist ein Wechsel bereits erfolgt. Der Infostand beispielsweise wird derzeit noch vom Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) mit dem House of Foods bespielt. Bald rückt das Baureferat an. Arbeiter werden den Stand dann als Test schön herrichten, um Erfahrungen für die anstehende Sanierung des gesamten Marktes zu sammeln. So soll zudem sichergestellt werden, dass die übrigen Stände nur möglichst kurzzeitig durch die Erneuerungen betroffen sind.

Der ehemalige Stand Reitmayer war bis 13. März ausgeschrieben. Das Kommunalreferat hat rund 80 Bewerbungen erhalten, die nun alle geprüft werden. Wunsch ist, einen Anbieter für Lebensmittel oder Gastronomie zu finden. Aber: Dieser solle ein spannendes Konzept bieten, das es in dieser Form auf dem Markt noch nicht gibt. Auch einen Wechsel gibt es beim Stand Höflinger-Müller. Der Stand ist weiterhin in vollem Umfang geöffnet und in Betrieb. Der Übergang zu einem neuen Bäcker soll nahtlos erfolgen, da das gleiche Sortiment verkauft werden wird.

Neu vergeben ist bereits der ehemalige Stand Schmeißer. Die Umbauarbeiten dauern noch bis Ende März. Anschließend wird der Stand von der Betreiberin eingerichtet und einer Probephase unterzogen. Ab Mai soll dort Patisserie angeboten werden. Ob der Zeitplan wegen der Corona-Pandemie eingehalten werden kann, ist aber noch fraglich.

Der ehemalige Stand Kumpf wechselt ebenfalls den Besitzer. Künftig soll dort Obst und Gemüse verkauft werden. Der Umbau für den neuen Betreiber soll Ende Mai abgeschlossen sein. Noch in diesem Monat soll der ehemalige Stand Schlagbauer in der Metzgerzeile ausgeschrieben werden. Die Rückgabe des Standes war erst im Januar erfolgt.

Übrigens: Derzeit bereitet das Baureferat die europaweite Vergabe der Markt-Sanierung vor. Die ersten Baumaßnahmen sollen nicht vor 2022 beginnen. Kommunalreferentin Kristina Frank (CSU) sagte auf Anfrage: „Verwaltung, Politik und Händlerschaft standen und stehen laufend zu den Themen Standvergaben, Ausschreibungen und Marktsanierung in Austausch.“ Gerade jetzt brauche es ein Miteinander – und kein Gegeneinander.

SASCHA KAROWSKI

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