„Ich habe große Angst um meine Mama!“, sagt Edith Rühl. Die 96-jährige Mutter der 62-Jährigen lebt im Leonhard-Henninger-Haus. Wie berichtet, ist das Münchner Altenheim massiv vom Coronavirus betroffen. Rühls Mutter gehört bislang nicht zu den bestätigten Fällen. Sie zeige bisher auch keine Symptome. Allerdings stehen viele Testergebnisse im Henninger-Haus noch aus. Auf Wunsch des Trägers, der „Hilfe im Alter“, hat das Gesundheitsamt alle 141 Bewohner sowie 102 Mitarbeiter des Pflegeheims getestet. Bisher liegen die Testergebnisse von 40 Bewohnern vor, von denen 25 positiv auf das Virus getestet wurden. Die Untersuchung von 28 Pflegekräften ergab 16 Corona-Fälle. „Allen Infizierten geht es den Umständen entsprechend gut“, sagt Gerhard Prölß, Geschäftsführer von „Hilfe im Alter“.
Nicht nur das Leonhard-Henninger-Haus kämpft gegen das Virus. Wie berichtet, gibt es auch im Haus Heilig Geist der Münchenstift einen Fall. „Der Herr befindet sich im Krankenhaus. Bisher gibt es keinen weiteren Fall in den Häusern der Münchenstift“, sagt Geschäftsführer Siegfried Benker. Allerdings lägen zu den weiteren Bewohnern und Mitarbeitern im Haus Heilig Geist noch keine Testergebnisse vor. Auch im Evangelischen Alten- und Pflegeheim in Planegg gibt es sechs infizierte Bewohner. Eine 97-Jährige, die bereits vor der Infektion im Sterben lag, verschied in der Nacht zum Donnerstag. Weitere Testergebnisse stehen aus. Im Altenheim St. Franziskus der Caritas in Giesing gab es einen Corona-Fall unter den Bewohnern. Die Person ist aber wieder genesen, das Haus nicht mehr unter Quarantäne. laf