Opferstöcke aufgebrochen

von Redaktion

VON STEFANIE WEGELE

Eine Spur der Verwüstung haben die Opferstock-Diebe in der Nacht auf Donnerstag in der Stadtpfarrkirche St. Peter in der Altstadt hinterlassen. Neun Behälter für Spenden brachen die Täter auf und entwendeten eine geringe Menge Bargeld. „Wir gehen davon aus, dass sich der oder die Täter in der Kirche einsperren ließen“, erzählt ein Mesner (53). Denn Einbruchspuren an den Türen habe es keine gegeben. Und die Mitarbeiter der Stadtpfarrkirche sind sich sicher, dass sie am Abend alle Türen zugesperrt haben. „Die Täter müssen eine schwere Brechstange dabei gehabt haben“, vermutet ein Mitarbeiter. Denn die Spuren an den neun der insgesamt etwa 20 Opferstöcke sind gravierend. „Der Schaden ist wesentlich höher als die Beute“, sagt der Mitarbeiter. Gerade in der jetzigen Zeit, in der keine Gottesdienste stattfinden und weit weniger Menschen in der Innenstadt unterwegs sind, findet sich nicht viel Geld in den Opferstöcken. Generell würden diese zudem regelmäßig geleert – viel Geld hätten die Diebe also auch vor der Corona-Krise nicht erbeutet.

Die Täter im Alten Peter demolierten nicht nur die Opferstöcke, sondern brachen auch in die Sakristei ein und durchsuchten Schubladen. Entwendet wurde dort jedoch nichts. Und auch ein Opferstock, der zunächst nicht mehr an seinem Platz war, tauchte mittlerweile wieder auf. „Ich bin seit 36 Jahren hier, so etwas gab es hier noch nie“, sagt ein Mitarbeiter. Nun sucht die Polizei nach Zeugen, die Hinweise zu den Tätern geben können (Telefon: 089/29 10-0).

Erst vor zwei Wochen drangen Unbekannte in Giesing in eine Kirche ein. Sie flüchteten jedoch ohne Beute, da der Mesner sie überraschte. Die Polizei prüft einen Zusammenhang. Die Opferstock-Diebe, die vor vier Wochen in die Heiliggeistkirche einbrachen, wurden noch am Tatort gefasst.

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