Prozess: Frau schildert Geiselnahme an Uni

von Redaktion

Wegen ihrer Trennung soll ein Mann seine damalige Frau im Sommer 2019 an der Technischen Universität München als Geisel genommen und schwer verletzt haben. Zum Prozessauftakt am Montag vor dem Landgericht München I schilderte die Frau das stundenlange Geschehen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 35-jährigen Iraner Geiselnahme sowie gefährliche und vorsätzliche Körperverletzung vor. Laut Anklage soll der Mann im Juli 2019 seiner von ihm getrennt lebenden Frau an der Universität aufgelauert und sie bedroht haben. Der Angeklagte soll mehrere Stunden versucht haben, die Frau dazu zu bringen, ihre Scheidungspläne aufzugeben. Als die Frau auf die Toilette ging, eskalierte die Situation demnach. In einer Toiletten-Kabine schlug der Mann laut Staatsanwaltschaft seine Noch-Frau und verletzte sie mit einem Messer im Gesicht. Schließlich habe eine weitere Person eingegriffen. So schilderte es auch die Frau in ihrer Zeugenaussage vor Gericht. Der Angeklagte äußerte sich zu den Vorwürfen nicht. Ein Asylantrag des Angeklagten wurde 2018 abgelehnt. Bei einer Verurteilung droht ihm laut seinem Verteidiger die Abschiebung. Bis zum 27. Mai sind fünf weitere Verhandlungstermine angesetzt. DPA

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