Trauer um Matra

von Redaktion

Orang-Utan-Dame stirbt mit 44 Jahren

Mit ihrer sanften, fürsorglichen Art und dem weichen Gesichtsausdruck war Matra ein Publikumsliebling im Tierpark Hellabrunn. Am letzten Dienstag wurde das Orang-Utan-Weibchen von Tierpflegern tot aufgefunden – gestorben im stattlichen Alter von 44 Jahren.

Schon seit 1993 hatte das Tier in Hellabrunn gelebt. Todesursache ist nach Angaben des Tierparks ein Herz-Kreislauf-Versagen. „Wir haben uns dazu entschieden, den schmerzlichen Tod von Matra erst mit den endgültigen und gesicherten Ergebnissen der umfangreichen und zeitlich aufwendigen pathologischen Untersuchung bekannt zu geben“, erklärt Tierpark-Chef Rasem Basan. Wegen der verwandtschaftlichen Nähe von Menschenaffen zu Menschen wäre sonst womöglich über eine Corona-Infektion spekuliert worden, so die Befürchtung.

Matras Tod gehöre zu den „sehr traurigen Momenten“, sagt Beatrix Köhler, Hellabrunner Kuratorin und Leiterin der Zoologischen Abteilung. Zum Glück ist Matras Jüngster, der dreieinhalbjährige Quentin, schon selbstständig und frisst längst auch feste Nahrung. Die anderen Weibchen kümmern sich um den Affen-Buben. Auch Matras Tochter Jolie (10), die mittlerweile selbst Mama ist, lebt noch in Hellabrunn.

NICO RADING

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