Die Vorfreude auf Elefantennachwuchs im Tierpark Hellabrunn wächst. Voraussichtlich im Oktober soll die 18-jährige Temi zum zweiten Mal Mutter werden, und ihre Pfleger bereiten sie schon jetzt auf dieses Ereignis vor. Seit dem Umbau des Elefantenhauses werden die Hellabrunner Dickhäuter im sogenannten geschützten Kontakt betreut – es ist immer eine sichere Barriere zwischen Mensch und Tier. Anders als bei der Geburt von Ludwig im Jahr 2011 werden die Pfleger deshalb nicht direkt bei Temi sein können. Umso wichtiger ist das tägliche Medizintraining, bei dem die Elefantenkuh lernt, sich am Gitter untersuchen zu lassen. Dabei können die Tierpfleger unkompliziert Blut- und Urinproben von Temi nehmen. Während Tierpfleger Andreas Fries Temi das Ohr hält, kann ihr an der Vene behutsam die kleine Kanüle zur Blutabnahme angesetzt werden. Am Hormonspiegel in Blut und Urin können die Tierärzte erkennen, wenn sich die Geburt nach 628 bis 690 Tagen Tragzeit ankündigt. Weil Temi nicht mehr so gern ins Wasserbecken geht, wird sie täglich ein- bis zweimal abgeduscht. Ultraschallbilder wie von Menschenbabys gibt es von dem kleinen Elefanten nicht. Weil der Fötus so groß und die Haut der Mutter so dick ist, könnten allenfalls einzelne Körperteile abgebildet werden, erklärt Hellabrunns Tierärztin Dr. Maike Lücht. Eine vorbereitende Maßnahme haben Fries und seine Kollegen bereits hinter sich: Akribisch haben sie Elefantenhaus und Außengehege untersucht. Resultat: Es gibt kein Schlupfloch, durch das ein Elefantenbaby passen könnte. Wer Temi besuchen will, muss am Vortag ein Ticket auf www.muenchenticket.de buchen.