von Redaktion

Der Streit zwischen einem Grundstücksinvestor und der in Pasing angesiedelten Tennisabteilung des ESV München tobt weiter. Wie schon vor knapp zwei Jahren (wir berichteten) soll der Eigentümer einer Kleingartenfläche an der Ecke Lortzing- und Haberlandstraße erneut Bäume gerodet haben.

Marianne Manz von der Tennisabteilung beklagte in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Pasing-Obermenzing zudem, dass der Grundstücksinvestor Zäune und Tennisanlagen beschädigt habe. Der Eigentümer möchte das Gebiet gerne in Bauland umwandeln. Verhandlungen mit dem ESV über einen Grundstückstausch mit Flächen an der Hildachstraße hatten bei den Tennisspielern zwischenzeitlich für Aufregung gesorgt.

Einig war man sich im BA, dass die Landeshauptstadt München umgehend tätig werden müsse, um die wiederholten zerstörerischen Eingriffe zu unterbinden. Der Bereich sei als Grünzug ausgewiesen. Wie lange das noch so ist, will Christian Müller (SPD) in Erfahrung bringen. „Wenn der S4-Ausbau kommt, könnten die Tennisplätze eventuell ohnehin umgesiedelt werden“, gab das Stadtratsmitglied der SPD zu bedenken. Der BA fordert deshalb auch Auskunft darüber, welche Flächenentwicklung im Hinblick auf den Ausbau der Bahnlinie angedacht ist.

Aber auch auf den Flächen des Investors an der Hildachstraße gibt es neuen Ärger. Dort hatte ebenfalls vor zwei Jahren ein ungenehmigter Lagerplatz für Ärger gesorgt. Nun mahnt der BA dort illegale Bautätigkeiten an. Auf dem Grundstück wurden sogenannte Tiny Houses errichtet. Sven Wackermann (Grüne) vermutet, dass diese ebenfalls nicht genehmigt und zudem im nicht überplanten Außenbereich errichtet wurden. Er forderte: „Die Landeshauptstadt muss dagegen vorgehen.“ Dem schloss sich der BA einstimmig an. ANDREAS DASCHNER

Artikel 3 von 10