Das Leid der Überlebenden

von Redaktion

Vier Zeitzeugen erinnern sich an das Oktoberfest-Attentat

VON ANDREAS THIEME

Es war der Abend des 26. September 1980. Unzählige Oktoberfestgäste strömten kurz vor Schankschluss aus den Festzelten, um 22.20 Uhr detonierten am Haupteingang zur Wiesn 1,39 Kilogramm TNT. Zwölf Festgäste wurden in den Tod gerissen und mehr als 200 verletzt. Auch der rechtsextreme Bombenleger Gundolf Köhler starb.

Bis heute sind die genauen Hintergründe des Anschlags unklar. Zu Anfang war der Anschlag offiziell als Tat eines Einzelnen aus persönlichem Frust dargestellt worden. Die Bundesanwaltschaft hatte 2014 die Ermittlungen wieder aufgenommen; diese wurden im Juli wieder eingestellt. Sie brachten keine konkreten Ansätze zur Verfolgung etwaiger Mittäter oder Mitwisser, belegten aber eindeutig: Der Bombenleger wollte die damalige Bundestagswahl beeinflussen und wünschte sich einen Führerstaat nach dem Vorbild des Nationalsozialismus.

Am Samstag in einer Woche jährt sich das Oktoberfest-Attentat. In unserer Zeitung erinnern sich vier Überlebende an den Tag, der ihr Leben veränderte.

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