Die Wohnungsnot in München nutzen Betrüger schon länger aus, um verzweifelt Suchende abzuzocken. Jetzt warnt die Polizei vor einer neuen Masche: Kriminelle wandeln die E-Mail-Adressen seriöser Immobilienunternehmen leicht ab und fordern unter diesem vermeintlich seriösen Deckmantel Kautionen und Mietvorauszahlungen. Mindestens 15 Wohnungssuchende sind bislang auf die Betrüger hereingefallen und haben insgesamt rund 22 000 Euro auf ausländische Konten überwiesen. Zudem wurden bei der Polizei 18 Versuche angezeigt. Laut Präsidium boten die Täter von Mai bis Juli auf Immobilienportalen im Internet Mietwohnungen an. Die Objekte waren allesamt nicht verfügbar. Mehrere Interessenten meldeten sich bei den Betrügern per Mail. Zudem nahmen die Kriminellen auch selbst Kontakt auf und schickten Angebote – die es freilich auch nicht wirklich gab. Da die E-Mail-Adressen sich nur um einen Buchstaben von bekannten Immobilienunternehmen unterschieden, vertrauten die Geschädigten den Absendern und überwiesen tatsächlich die geforderten Kautionen und Mietvorauszahlungen – ohne vorher jemals eine Wohnung gesehen zu haben. Die Polizei ermittelt. weg / dpa