Es sollte der schönste Tag im Leben dieses jungen Münchner Brautpaars sein. Unvergesslich bleibt er mit Sicherheit – der schönste war es jedoch wohl nicht. Denn die Polizei löste die Hochzeitsfeier des irakischen Paares auf, noch ehe sie richtig begonnen hatte.
Ein Passant wählte am Samstag gegen 18.20 Uhr den Notruf und berichtete von einer Veranstaltung in einem Gebäude an der Heidemannstraße (Freimann), bei der die Corona-Maßnahmen nicht beachtet würden. Die Beamten trafen in dem Event-Center auf etwa 80 Personen, die laut Präsidium weder Masken trugen noch Abstände einhielten. Zudem fanden die Polizisten Tanzfläche sowie Bühne vor, auf der Musikinstrumente aufgebaut waren. Da der Verantwortliche laut Polizei weder Genehmigung noch Hygienekonzept für die Party vorzeigen konnte, schickten die Beamten das Brautpaar und die Gäste, die aus Stuttgart, Nürnberg und Wien angereist waren, wieder nach Hause. Alle bekommen nun Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Der Veranstalter, der seit Jahren Hochzeiten organisiert, moniert auf Anfrage, er vermisse offizielle Nachrichten der Behörden. „Die Angaben im Internet sind oft verwirrend und ändern sich ständig“, sagt er. Zudem habe er in dem 800 Quadratmeter großen Raum auf Hygieneregeln geachtet. Er sei von 50 erlaubten Gästen ausgegangen – derzeit sind es jedoch nur 25. weg