Am Freitag streiken die Busfahrer

von Redaktion

Verdi ruft erneut zu bundesweiten Streiks im Nahverkehr auf – MVG sieht vor allem den Schulverkehr beeinträchtigt

Die Gewerkschaft Verdi ruft für kommenden Freitag erneut zu bundesweiten Warnstreiks im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf. In München sollen die Buslinien und die Fahrkartenkontrolleure streiken, jedoch nur den Vormittag über.

Verdi fordert, dass Fragen wie Nachwuchsförderung sowie der Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste bundesweit einheitlich geregelt werden. „Es ist unverantwortlich gegenüber den Beschäftigten, angesichts des drohenden Fachkräftemangels einheitliche Regelungen zur Entlastung für die Beschäftigten zu verweigern“, sagt Verdi-Bayern-Sprecher Kai Winkler. Für bundesweit einheitliche Arbeitsbedingungen müsse die VKA als Spitzenverband sorgen. „Deren anhaltende Verweigerung, in Verhandlungen einzutreten, zwingt uns zu weiteren Warnstreiks.“

Eine Argumentation, die bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) auf Unverständnis trifft. Verdi poche damit auf Parallelverhandlungen, erklärt Sprecher Matthias Korte auf Nachfrage. Die Tarifgespräche für München und die Landesebene würden längst in „konstruktiver Atmosphäre“ laufen, so Korte weiter. „Was Verdi jetzt im Bund will, ist im Landestarifvertrag TV-N an vielen Stellen schon Realität.“ Außerdem würde der geplante Streik vor allem Schüler treffen , die „in der Corona-Krise ohnehin viel durchmachen mussten“. Nach heutigem Stand werde versucht, am Freitag trotz Streiks ein reduziertes Busangebot zu realisieren. LISA-MARIE BIRNBECK

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