OB Dieter Reiter (SPD) und die Rathausspitze haben nicht nur den großen Christkindlmarkt in der Fußgängerzone abgesagt, sondern auch alle privaten Märkte sowie das Faschingstreiben, sogar den traditionellen Trubel am Faschingsdienstag mit dem Tanz der Marktweiber auf dem Viktualienmarkt. Grund für die Absage ist die Corona-Pandemie mit stetig steigenden Infektionszahlen. Die Stadt meldete zuletzt 348 neue Fälle und eine Sieben-Tage-Inzidenz von 129,8.
Die Entscheidung war bereits vor der Sitzung des Krisenstabs erwartet worden, gab es doch schon zuvor spektakuläre Absagen. So fällt der Nürnberger Christkindlesmarkt ebenso aus wie das Winter-Tollwood. Die Weihnachtsmärkte in Pasing, am Flughafen und am Chinesischen Turm waren ebenfalls schon abgesagt worden.
Die Stadt hatte trotz der steigenden Zahlen versucht, mit einem Hygienekonzept den Markt sicherzustellen. Er hätte am 23. November beginnen sollen. Die Beschicker hätten die Möglichkeit gehabt, bis 10. Januar zu verlängern. Das ist jetzt obsolet.
OB Dieter Reiter (SPD) sagte: „Ich hätte uns gewünscht, dass wir dieses so belastende Jahr wenigstens mit dem Christkindlmarkt hätten ausklingen lassen können. Aber schweren Herzens müssen wir mit Blick auf das Infektionsgeschehen die Märkte absagen. Kontaktbeschränkung muss jetzt oberste Priorität haben. Und für die Beschicker bringt die Absage wenigstens Klarheit statt einer langen Hängepartie.“