Nach der Öffentlichkeitsfahndung nach dem mutmaßlichen Mörder Abdul Mohammad Tukhi (41) sind fünf Hinweise bei der Münchner Mordkommission eingegangen. Zudem wurde der Zeuge, der sich noch am Dienstag gemeldet hatte, kurz nachdem das Präsidium ein Foto von ihm veröffentlich hatte, vernommen. Der 57-Jährige gab an, dass er den Tatverdächtigen nur zufällig am Hauptbahnhof getroffen hatte. Die beiden Männer hatten nach Angaben eines Polizeisprechers vom Mittwoch keine Vorbeziehung. Nach derzeitigen Erkenntnissen wusste der Zeuge nichts von der Tat. Unterdessen geht die Mordkommission davon aus, dass der gebürtige Afghane sich in sein Heimatland abgesetzt hat, nachdem er seine Frau (34) mit mehreren Stichen in den Oberkörper getötet hatte. Die Ermittler fanden die Leiche erst nach drei Tagen unter einem Kinderbett. Super Recognizer der Polizei – das sind Beamte mit der Fähigkeit, sich Gesichter besonders gut merken zu können – erkannten den 41-Jährigen auf Videoaufzeichnungen, die am Hauptbahnhof gemacht wurden. Darauf ist zu sehen, wie Tukhi am 17. November in einen Zug nach Italien steigt. Von dort aus sei er wohl nach Kabul weitergereist. weg