In Zukunft erreicht man alles in zehn Minuten: Die Arbeit, den nächsten Park, die Geschäfte oder auch die Schule. Das liegt aber nicht an futuristischen Verkehrsplänen, sondern einfach an einem neuen Ziel der Stadtplanung.
„Das ist ein Ideal, was wir anstreben und zum Beispiel in Freiham schon umsetzen“, sagt Stadtbaurätin Elisabeth Merk. Der Vorteil an dem Modell: weniger Umweltverschmutzung durch Fahrten mit dem Auto, mehr Freizeit, weil lange Wege wegfallen. Und: „Auch bei der aktuellen Situation merkt man, wie wichtig nahe gelegene Grünflächen sind“, so Merk.
Ein weiteres Ziel der Stadt: bis spätestens 2035 klimaneutral zu sein. „Das heißt, dass wir mit unserem Bestand anders umgehen müssen“, sagt Merk. Einige Maßnahmen dazu wurden beschlossen – wie Niedrigst-Energiestandards für Gebäude. Zudem müssen alle städtischen Immobilien Solarenergie nutzen und mindestens 30 Prozent Begrünung vorweisen. Eine weitere Möglichkeit: „In Zukunft werden sicherlich auch Holzhochhäuser interessanter. In Wien steht zum Beispiel schon ein 84 Meter hohes Holzhaus. Der Vorteil: Gegenüber einer Ausführung in Stahlbeton wurden dort 2800 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart.