Lange stand das Impfzentrum in der Messe Riem bereit – und doch leer, weil nicht genug Impfstoff vorhanden ist. Gestern konnten nun die ersten Termine für 450 Münchnerinnen und Münchner freigeschaltet werden, die bis zum morgigen Freitag ihren Piks gegen das Coronavirus bekommen. Eine der Ersten war gestern Anneliese Hönig (100, mit Tochter Eva-Maria Sebastian, 65, o. re.). „Ich bin gleich drangekommen“, lobte sie. „Es hat auch kaum wehgetan – wie Sie sehen, ich lebe noch.“ Geimpft zu sein, sei schon ein gutes Gefühl. „Ich habe Enkelkinder, mit denen möchte ich endlich wieder spielen. Dem bin ich jetzt einen Schritt näher gekommen.“ Am Wochenende werden dann die Erst- und Zweitimpfungen von medizinischem Personal fortgesetzt. Wie viele Termine kommende Woche vergeben werden können, hänge von der Anzahl der verfügbaren Impfdosen ab, teilt die Stadt mit. Da nicht genügend Impfstoff zur Verfügung steht, werden zunächst nur Über-80-Jährige sowie medizinisches und pflegerisches Personal berücksichtigt. Insgesamt fallen in München rund 120 000 Menschen in diese höchste Prioritätsstufe. Verglichen damit war die Premiere gestern noch recht übersichtlich. Ihre Erleichterung war den Pionierinnen und Pionieren Franziska M. (97, li.) , Georg R. (101, u. re.) allerdings deutlich anzumerken. lö, HEI / Fotos: Nagy, schmidt