Der Stadtrat hat eine Entscheidung über die Beschaffung breiterer und längerer Trambahnen gestern vertagt. Wie berichtet, möchte die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) neue Züge kaufen, um mehr Fahrgäste befördern zu können. Die neue Tram hätte statt 2,30 Meter eine Breite von 2,65 Metern. Als Pilotprojekt hätte das Verkehrsunternehmen die Tramlinie 17 vorgesehen. Doch der Stadtrat will zuvor vertiefte Informationen über die Vor- und Nachteile breiterer Trams für den Straßenraum. Vor allem ein Mischbetrieb von bestehenden und neuen Zügen wurde parteiübergreifend als kompliziert bewertet. SPD-Stadtrat Nikolaus Gradl sagte, natürlich brauche man gerade in der Innenstadt höhere Fahrgastkapazitäten. Die Tendenz gehe für ihn aber eher zu längeren statt zu breiteren Zügen – vor allem an Knotenpunkten wie Hauptbahnhof und Sendlinger Tor. Ziel der MVG ist es, bei allen Neubaustrecken breitere und 56 Meter lange Züge einzusetzen. Die Beschaffung erster längerer Trambahnen mit Platz für 325 Fahrgäste ist für die zweite Hälfte der 2020er-Jahre angedacht, die breiten Züge werden ab Mitte der 2030er-Jahre avisiert. kv