Weniger Passanten wegen Corona

von Redaktion

Die Corona-Krise hat die Innenstadthändler besonders hart getroffen. Das ganze Ausmaß zeigt eine Auswertung der Passantenfrequenz über das ganze Jahr gesehen. Diese hat der Immobilienverband IVD jetzt veröffentlicht. Die Entwicklung macht deutlich, wie Corona die Innenstadt leer gefegt hat. „Bei Betrachtung der Frequenz-Kurve über den kompletten Zeitverlauf lassen sich zwei besonders einschneidende ,Corona-Dellen’ ausmachen“, erläutert Prof. Stephan Kippes, der Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts. „Während der harten Lockdown-Maßnahmen im Frühjahr 2020 sowie ab Mitte Dezember 2020 brachen die Passanten-Zahlen in der beliebten Kaufingerstraße drastisch ein.“

In der letzten Februarwoche des vergangenen Jahres wurden noch rund 522 000 Passanten auf der Kaufingerstraße gezählt. Danach brechen die Zahlen ein – bereits vor der Schließung des stationären Einzelhandels und der Gastronomie am 18. März. Der absolute Passanten-Tiefpunkt ist in der 13. Kalenderwoche erreicht: gerade einmal 31 000 Passanten, das sind sechs Prozent des Jahreshöchstwertes, durchquerten während der kompletten Woche die Kaufingerstraße.

IVD-Experte Kippes sorgt sich um den Einzelhandel in den Innenstädten: „Während der ohnehin immer stärker werdende Online-Handel boomt wie selten zuvor, kündigen auch immer mehr große Händler an, ihren stationären Betrieb künftig deutlich zurückzufahren.“  mk

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