Der Anteil der mutierten Variante des Coronavirus steigt in München weiter an. Die Stadt meldet einen Anteil von 52,8 Prozent – der Wert bei den Neuinfektionen liegt jedoch deutlich höher.
Die mutierten Varianten des Coronavirus machen Forschern und Politikern große Sorgen – sie gelten als deutlich ansteckender als der Wildtyp. Neue Zahlen der Stadt München zeigen, welche Rolle die mutierten Versionen des Virus mittlerweile in der Landeshauptstadt spielen. In den vergangenen sieben Tagen gingen 72,2 Prozent der Fälle, für die ein vPCR-Ergebnis vorlag, auf eine mutierte Version des Virus zurück – und nur 27,8 Prozent auf den ursprünglichen Virustyp.
Die Stadt München meldet selbst eine Quote von 52,8 Prozent – allerdings sind in diesem Wert die Ergebnisse aller Proben seit dem 5. Februar enthalten. Dadurch ist die Gesamtquote niedriger, da die Mutanten sich erst nach und nach durchgesetzt haben. Daher ist die Quote für die vorangegangen sieben Tage aussagekräftiger in Bezug auf die aktuelle Situation.
Demnach sind in den vergangenen sieben Tagen insgesamt 552 Proben analysiert worden – bei 399 davon wurde der „Verdacht auf eine besorgniserregende Virusvariante“ festgestellt. Seit 5. Februar liegt bei 1412 Fällen ein vPCR-Ergebnis vor. In 745 Fällen lag der Verdacht auf eine mutierte Virusvariante vor.
Inzwischen steigt der vom Robert-Koch-Institut ermittelte Inzidenzwert in der Stadt München kontunierlich wieder an. Er liegt am heutigen Freitag, 5. März 2021, bei 48,7. Eine Woche zuvor lag er noch bei 32,9, der niedrigste Wert in diesem Jahr war am 18. Februar mit 28,5 erreicht worden. Für einen weiteren Anstieg spricht auch der von der LMU errechnet R-Wert. Dieser liegt bei 1,16 – statistisch gesehen stecken in München derzeit also 100 Infizierte 116 weitere Menschen mit dem Coronavirus an. MARC KNIEPKAMP