IN KÜRZE

Verfolgungsjagd nach Polizeikontrolle Polizei schnappt Telefon-Betrüger

von Redaktion

Weil er sich einer Verkehrskontrolle entziehen wollte, ist ein 40-Jähriger gestern vor der Polizei geflüchtet und mit bis zu 160 Stundenkilometern durch die Stadt gerast. Wie die Polizei mitteilte, war den Beamten gegen neun Uhr ein BMW mit erhöhter Geschwindigkeit im Richard-Strauss-Tunnel aufgefallen. Der Fahrer missachtete das Anhaltesignal der Polizei und raste durch die Innenstadt. Der aus Polen stammende Mann überquerte während seiner wilden Fahrt auch Kreuzungen trotz Rotlicht. „Wie durch ein Wunder ist dabei nichts passiert“, sagte ein Sprecher der Münchner Polizei am Nachmittag. Der Mann wendete mehrfach und bretterte dann über die Max-Born-Straße Richtung Karlsfeld und Dachau. Mehrere Streifen sowie ein Hubschrauber der Polizei waren im Einsatz. Zwischenzeitlich verloren die Beamten den BMW immer wieder aus den Augen, weil eine weitere Verfolgung für Unbeteiligte und auch sie selbst zu gefährlich gewesen wäre. In Dachau stellte der 40-Jährige sein Auto ab und stieg aus. Kurz darauf wurde er festgenommen. Warum er geflüchtet war, ist noch unklar.    lmb/tol

Bereits seit 2019 ist eine 80-jährige Münchnerin mehrmals Opfer von Telefon-Betrügern geworden, die ihr immer wieder Gewinne versprochen hatten. Mal überwies die Dame das Geld, mal lud sie digitale Geschenkkarten auf und gab am Telefon die entsprechende Nummer durch, mal verschickte sie Kuverts mit Bargeld. Laut Polizei riefen die Täter nun erneut an und forderten Bargeld. Am Mittwoch legte die Dame mehrere tausend Euro in einem Umschlag in ihren Briefkasten, der dann von unbekannten Tätern abgeholt wurde. Bereits am kommenden Tag ging sie erneut zur Bank, um wieder Geld abzuheben. Dieses Mal wurden die Mitarbeiter jedoch misstrauisch und alarmierten die Polizei. In Absprache mit den Beamten deponierte die 80-Jährige wieder einen Umschlag mit Geld im Briefkasten. Als die Täter ihre Beute abholen wollten, konnte die Polizei sie schnappen. Es handelt sich um einen 34-Jährigen und eine 25-Jährige mit Wohnsitz in München. Beide stammen aus dem Kosovo und arbeiten in der Gastronomiebranche. Das Polizeipräsidium hat die Ermittlungen aufgenommen.  lmb

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