Pieks statt Party: Die ehemalige Isarpost an der Sonnenstraße (Innenstadt), eigentlich ja ein Feier- und Event-Palast, ist seit Freitag als zusätzliches Impfzentrum in Betrieb. In diesem Haus, das früher eine Postsparkasse beherbergte, bekommen jetzt Erzieher/innen und Lehrer/innen den Corona-Schutz. Zunächst sind diejenigen dran, die mit den Kleineren arbeiten, also in Kitas, Grund-, Sonder- oder Förderschulen. „Berechtigt sind nach dem Impfkonzept des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege alle Beschäftigten, die unmittelbar in den genannten Einrichtungen tätig sind“, bestätigt eine Sprecherin des Gesundheitsreferats.
Durch die Änderung der Corona-Impfordnung ist diese Gruppe vor einigen Tagen in die zweite Prioritätsstufe vor gerutscht. Auch Heilpädagogische Tagesstätten (HPT) und Schülerheime sind miteingeschlossen. Die Impfungen der besonders gefährdeten Gruppe 1 (vor allem Senioren) finden weiterhin im großen Impfzentrum in Riem statt.
Im Haus an der Sonnenstraße, das zum Isar-Klinikum gehört, sollen nun täglich 1000 Personen eine Impfung mit Astrazeneca erhalten. Eigentlich sollte es hier ja schon am 22. März losgehen, der Start verzögerte sich allerdings aufgrund des zwischenzeitlichen Stopps für das Präparat von Astrazeneca.
Dass in München jetzt die Impf-Post abgeht, ist dringend nötig. Das zeigt auch ein bayernweiter Vergleich: Laut BR haben zum Beispiel im Stadtgebiet Passau bereits 20 Prozent der Bevölkerung mindestes einen Pieks bekommen, in München aber nur 5,5 Prozent… MARIE-THERES WANDINGER