Der Stoff ist begehrt: Viele Bürger hoffen, schnell gegen Corona geimpft zu werden. Damit besonders gefährdete Personen zuerst geschützt werden, gibt es eine feste Impfreihenfolge. Doch auch alle, die noch warten müssen, sollten ein paar Punkte beachten, um möglichst schnell die begehrte Spritze zu bekommen.
Die Anmeldung
Das Wichtigste: Jeder Bürger kann sich bereits zur Corona-Impfung anmelden. Das geht online über das Impfportal www.impfzentren.bayern. Über einen Account können bis zu fünf Personen registriert werden. Wer kein Internet hat, kann sich auch telefonisch über die bundesweite Hotline 116 117 oder direkt über die Impfzentren anmelden. München hat dazu ein Impf-Telefon (089/904 29-22 22) eingerichtet, über das Münchner über 70 und Personen der Priorisierungsgruppe 2 einen Termin vereinbaren können.
Hausarzt-Impfungen
Auch die Hausärzte impfen. Der Bayerische Hausärzteverband bittet, dass nicht alle Patienten in den Praxen anrufen, um diese nicht zu überlasten. Die Hausärzte kommen in der Regel auf ihre Patienten zu, die für die Impfung infrage kommen. Wer beim Hausarzt geimpft wurde, wird gebeten, sein Profil im Impfportal zu löschen. Künftig plant das Gesundheitsministerium, dass ein Account automatisch deaktiviert wird, wenn jemand nach dreimaliger Terminaufforderung nicht reagiert hat. Er wird informiert, dass er inaktiv gesetzt und nach einer gewissen Zeit aus dem System gelöscht wird.
Höhere Priorisierungen
Schneller gibt es die Corona-Impfung für Personen, die aufgrund ihres Alters, ihrer Vorerkrankungen, ihres Berufs oder beruflichen Situation oder schwieriger Wohnverhältnisse ein besonders hohes Risiko haben. Schwangere und Pflegebedürftige können zwei enge Kontaktpersonen bestimmen, die in der Priorisierung nach oben rücken. Auch ehrenamtliches Engagement, zum Beispiel bei der Feuerwehr oder beim THW, kann in bestimmten Fällen zu einer Höhergruppierung führen. All das kann im Impfportal angegeben werden, im Impfzentrum sind dann Belege nötig.
Aktualisierungen
Es ist empfehlenswert, sich nach der Registrierung regelmäßig im Impfportal anzumelden. Die Kategorien dort werden andauernd an die aktuellen Vorgaben angepasst. Deshalb sollte man seine Daten immer mal wieder überprüfen und ergänzen. Werden die personenbezogenen Daten geändert, müssen die Gesundheitsdaten neu eingegeben werden. Die Terminvergabe erfolgt nach der in der Corona-Impfverordnung festgelegten Reihenfolge. Das Portal arbeitet nach einem geheimen Algorithmus. Wer dran ist, wird per E-Mail und SMS dazu eingeladen, online einen Impftermin zu buchen.
Sonderfälle
Besonders gefährdete Bürger mit sehr seltenen Erkrankungen, die in der Impfverordnung nicht berücksichtigt werden, können sich an die Bayerische Impfkommission wenden. Diese prüft individuell, ob sie höher gruppiert werden. Infos dazu gibt es unter impfkommission.bayern.