Sturz in Baugrube

von Redaktion

Ramersdorf: Radlerin (59) fällt drei Meter in die Tiefe

Ein schwerer Radl-Unfall hat sich in Ramersdorf ereignet: Etwa drei Meter tief stürzte eine 59-Jährige am Donnerstagnachmittag an der Balanstraße in eine Baugrube. Dabei verletzte sich die Frau schwer. Die genauen Umstände des Unfalls sind der Polizei noch ein Rätsel.

Die Münchnerin war mit einem Begleiter (71) auf dem linken Radweg der Balanstraße entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung unterwegs. Der 71-Jährige fuhr voran. Nach Angaben der Polizei wollten die beiden auf den rechten Radweg wechseln und fuhren daher über eine Baustellenbrücke. Dort bauen die Stadtwerke noch bis Anfang Juli das Fernwärmenetz aus. Die Radlerin durchbrach laut Feuerwehr die Absperrung an der Brücke und stürzte samt Fahrrad in die Tiefe. Dabei landete sie mit dem Kopf zwischen den Fernwärmeleitungen. Ein Passant hatte den Unfall beobachtet und kletterte sofort in die Tiefe, leistete erste Hilfe und setzte einen Notruf ab. Die Feuerwehr hob die schwer verletzte Frau schließlich mit einer Drehleiter aus der Grube. Mit mehreren Wirbelbrüchen, einer Kopfplatzwunde und Schädel-Hirn-Trauma wurde die Münchnerin in eine Klinik gebracht.

Wie konnte es so weit kommen? „Bisher können wir nicht sagen, ob die Frau abgelenkt war oder ob es einen anderen Grund für ihren Sturz gab“, sagt Polizeisprecherin Claudia Künzel. Jedenfalls sei die Baustelle vorschriftsmäßig abgesichert gewesen. Die Verkehrspolizei ermittelt und vernimmt Zeugen. Wegen des Einsatzes war die Balanstraße am Donnerstag ab 15.20 Uhr für gut eine Stunde gesperrt. Die Feuerwehr sicherte die Baustelle nach dem Einsatz wieder ab. LAURA FELBINGER

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