München wird wieder bunt

von Redaktion

Zur Pride Week werden in der gesamten Innenstadt viele Regenbogenflaggen gehisst

München treibt’s bunt – und diesmal sogar ganz ohne Diskussionen. In der sogenannten Pride Week, also der Woche des Christopher Street Day, werden in der Innenstadt viele Regenbogenflaggen zu sehen sein: Das hat die Stadt gestern bekannt gegeben. Von Montag, 5., bis Sonntag, 11. Juli, werden unter anderem das Rathaus sowie der Marienplatz, die Kaufingerstraße, die Neuhauser Straße, die Weinstraße und die Theatinerstraße beflaggt.

Besonderheit dabei: Auf dem Marienplatz werden neben der Regenbogenflagge noch weitere Flaggen der LGBTIQ-Communities gezeigt und auf Tafeln erklärt. Insgesamt 14 unterschiedliche Fahnen und Info-Texte stehen für die verschiedenen sexuellen und geschlechtlichen Identitäten. Die Stadtpolitik positioniert sich damit klar zu Vielfalt und Gleichstellung für Lesben, Schwule, Bi, trans, inter und queere Menschen (Dafür steht die Abkürzung LGBTIQ). Der Christopher Street Day (Höhepunkt ist heuer am 10. Juli) gilt als Feiertag der Vielfalt: Es ist die politischste Party der Stadt. Das Motto lautet in diesem Jahr „Proud. Human. Queer.“ Zuletzt hatte das Thema schon für viel Aufmerksamkeit gesorgt: Die Rathaus-Politiker um OB Dieter Reiter (SPD) wünschten sich Regenbogen-Beleuchtung für die Allianz Arena während des EM-Spiels Deutschland gegen Ungarn. Die UEFA als Turnierveranstalter verbot das – was dazu führte, dass an diesem Abend die halbe Stadt bunt angestrahlt wurde, etwa das Windrad neben dem Stadion, der Olympiaturm und das Rathaus.

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