Eine klaffende Wunde am Bauch, ein Stück vom Unterschenkel abgerissen und tiefe Bissspuren an den Armen: Es sind schwerste Verletzungen, die zwei Hunde einem Münchner zugefügt haben. Der 45-Jährige war am Dienstagmittag zu Fuß auf der Riemer Straße unterwegs, als er völlig unvermittelt Opfer der Tier-Attacke geworden ist. Besonders schockierend: Die beide Hunde der Rasse Boerboels sind laut der Polizei schon zwei Mal mit ihrem Verhalten aufgefallen. Aktuell befinden sie sich im Tierheim.
In Bayern sind Boerboels eher selten – die südafrikanische Schutz- und Wachhundrasse ist auch nicht als Kampfhund gelistet. Die beiden Exemplare, die einem 59-jährigen Münchner gehören, sind den Behörden seit 2019 bekannt. Damals attackierten sie einen anderen Hund. Bei einem weiteren Vorfall gerieten die beiden Tiere mit zwei anderen Hunden in Konflikt. Beim Versuch, seine Vierbeiner zu schützen, wurden deren Halter verletzt.
Daraufhin wurden die Boerboels ihrem Besitzer erstmals weggenommen: Er bekam sie nur unter der Anordnung einer Leinen- und Maulkorb-Pflicht zurück. Beides war bei der Attacke in Riem aber Fehlanzeige. Die Tiere konnten ungehindert auf den 45-Jährigen zustürzen. NADJA HOFFMANN