Alter neuer Narrenkönig

von Redaktion

Günther Grauer bleibt Chef der Faschingsgesellschaft – Janina Homann erste Frau im Präsidium

Seit 125 Jahren gibt es sie schon, die Münchner Gesellschaft Narrhalla. Ursprünglich gegründet, um einen Faschingszug ins Leben zu rufen, ist sie bis heute untrennbar mit dem närrischen Treiben in der Stadt verbunden. Jetzt hat sie ein neues Präsidium gewählt. Nicht ganz neu, denn der Präsident, Günther Grauer, ist von den Mitgliedern einstimmig wiedergewählt worden. Damit steht er schon seit zehn Jahren und auch weiterhin an der Spitze der traditionsreichen Gesellschaft. Der bisherige zweite Vizepräsident, Werner Trollmann, ist zum ersten Vize geworden. Die Wahl fand vergangene Woche in der „Wally“ im Concordia Park statt – nachmittags Wahl, abends Sommerfest. Ungefähr 60 Mitglieder waren anwesend und bestimmten in geheimer Wahl das Präsidium.

Eine Neuerung gibt’s bei der Narrhalla: „Im Elferrat sitzen zwar ungefähr 60 Prozent Frauen, aber das Präsidium war doch immer sehr männerlastig besetzt“, sagt Grauer. „Das hat sich jetzt mit Janina Homann geändert.“ Homann, Faschingsprinzessin von 2018, wird dritte Vizepräsidentin.

Bekannt ist die Narrhalla wegen der Verleihung des Karl-Valentin-Ordens, traditionell findet diese im Deutschen Theater statt. Mitte Juli sagte Werner Steer, der Geschäftsführer des Deutschen Theaters auf Anfrage, dass dem Präsidenten keiner der angebotenen Termine für die Verleihung gepasst hätte. Das sei ein Missverständnis gewesen, wie Grauer nun betont. Man sei noch in Verhandlungen. Ob die Veranstaltung im Deutschen Theater oder woanders stattfinden werde, könne man derzeit noch nicht sagen. Zuletzt bekamen den Orden Ministerpräsident Markus Söder (2020) sowie der Komiker und Schauspieler Dieter Hallervorden (2021). LEONI BILLINA

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