Geht die Gruberin auf Abschiedstour?

von Redaktion

„Ich erleb’ ja nix mehr“: Die Kabarettistin denkt ernsthaft übers Aufhören nach

Sie ist erst vor wenigen Wochen 50 geworden. Da kommt man unweigerlich ins Grübeln, über die gelebte Zeit und über die, die noch vor einem liegt. Will man vielleicht was ändern? Monika Gruber will. Nicht dass sie nicht glücklich ist mit ihrem Erfolg, ihren Fans und ihren Shows. Doch Corona hat viel verändert: „Ich erleb’ ja nix mehr, wie soll ich denn dann ein neues Programm schreiben?“, sagt sie, als unsere Zeitung sie auf der Geburtstagsfeier von Stavros Kostantinidis trifft. Eine Party, so lebendig, wie man es lange schmerzlich vermisst hat. Unter d’Leut kommen, das braucht die Moni nicht nur fürs Herz, sondern eben auch für ihre Kreativität.

Dazu kommt, dass die Politik die Kultur ziemlich im Stich gelassen hat – auch das trägt nicht gerade zur Motivation bei weiterzumachen. „Noch zwei Jahre, dann könnt’ ich mir vorstellen, ganz aufzuhören“, sagt sie entschlossen. Und dann? „Mei, vielleicht einen Würstelstand.“ Moni meint’s ernst. Auch das wäre ja dann eine Bühne – nur kleiner. Aber reden könnt’ sie dann den ganzen Tag.

Mal was ganz anderes machen, den Wunsch hat sich Monika Gruber mit ihrem Onlineshop für nachhaltige Mode und Accessoires erfüllt. Ein herrlicher Kosmos von schönen Dingen, denn Geschmack und Stilgefühl hat sie. Bevor sie aber wirklich ernst macht, hat sie noch was zu sagen: „Es gibt ein neues Programm“, verrät sie. „Das wird ,Ohne Worte‘ heißen.“

Ende Oktober ist es so weit, doch nicht etwa in Bayern wird sie ihren ersten Auftritt haben, sondern in Österreich. Der Grund ist Corona: „Ich kann ja hier nix planen, und die Hallen und Räume muss man ja irgendwann buchen.“ Tickets gibt’s (noch) keine für ihre vielleicht letzte Tournee.  mz

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