Blanker Wahnsinn! Julias Busen hat es bis in die Stadtspitze geschafft. Der Kulturreferent persönlich hat die vom vielen Anfassen auf Hochglanz polierte Brust der Bronze-Statue am Alten Rathaus zur Chefsache gemacht. Auslöser der Diskussion um das Busen-Reiben – es soll Glück in der Liebe bringen – ist Stadträtin Marie Burneleit (Die PARTEI), die in einem Antrag ausgleichende Gerechtigkeit fordert. Direkt daneben fehle eine Statue, an der das männliche Geschlechtsteil zu sehen sei, findet sie. „Rub metoo“ (reibe mich auch) nennt Burneleit die Idee, „mit bronzenem Penis oder Lendenschurz vielleicht, an dem sich Frauen* zum Glück (in der Liebe) reiben können“. Kulturreferent Anton Biebl nimmt die Kritik ernst. Auch er hält das Brust-Reiben laut „Bild“-Zeitung für „diskussionswürdig“ – und kündigt eine Untersuchung an. Kein Verständnis für diese Diskussion hat hingegen die CSU im Rathaus. Fraktionschef Manuel Pretzl hält sie für „vollkommen absurd, vollkommen überflüssig und vollkommen gaga“.
Die Statue ist ein Geschenk der Stadt Verona an ihre Partnerstadt. Seit 1974 steht sie zwischen Marienplatz und Viktualienmarkt. dap