Neu ist etwa das Konzept. Aus der reinen Automobilausstellung IAA ist nun die IAA Mobility geworden. „So eine Messe gab es noch nie“, sagte Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Deutschen Automobilwirtschaft VDA, der die Messe veranstaltet. Natürlich liege der Schwerpunkt auf dem Auto – mehr als 100 Weltpremieren im Rahmen der bis zum 12. September dauernden IAA verdeutlichen dies. Aber unter den über 700 Ausstellern sind auch über 70 Marken aus der Fahrradbranchen vertreten. „Diese IAA ist ein Leuchtturm“, so Messe-Chef Klaus Dittrich. Denn erstmals seit März 2020 finde wieder eine große Messe in Deutschland statt.
Während es bis zur letzten IAA vor zwei Jahren in Frankfurt noch vor allem darum ging, möglichst spektakuläre, idealerweise PS-starke Premieren zu feiern, wird es nun auf der IAA Mobility deutlich ruhiger zugehen. Das liegt zum einen daran, dass vor allem elektrisch angetriebene Fahrzeuge im Fokus stehen, zum anderen verzichten etliche Hersteller aus Japan, der GM-Konzern aus den USA sowie die Stellantis-Gruppe mit ihren 14 Marken (u.a. Fiat, Peugeot, Citroën, Opel) auf einen Messestand. Zumeist liegt das an Corona-bedingten Quarantänevorschriften. Der eine oder andere Hersteller wird aber auch abwarten und schauen wollen, ob und wie das neue Messekonzept bei der Industrie und bei den Besuchern ankommt.
Die IAA Mobility ist auf fünf Bereiche aufgeteilt:
• IAA Mobility Summit: In sechs Messehallen in Riem (A1 bis A3, B1 bis B3) findet die klassische Automobilausstellung statt. Hersteller, Zubehörbetriebe und innovative Start-ups zeigen, wie sie sich die Mobilität der Zukunft vorstellen. In Halle B4 geht’s um die Geschichte: „IAA Heritage by Motorworld“ heißt das Motto dieser Halle. Und in den Hallen B5 und B6 stellen über 70 Fahrradmarken ihre Produkte aus. Die Eintrittskarten kosten 20 Euro (Tageskarte), 40 Euro (Drei-Tageskarte) oder zehn Euro (Tageskarte für Schüler, Studenten, Azubis und Bufdis). Buchung online unter www.iaa.de. Alle Besucher, Redner und Aussteller müssen geimpft, genesen oder getestet sein. • IAA Mobility Open Space: Mitten in der Stadt werden Neuheiten mit zwei, drei und vier Rädern präsentiert. Erstmals in der Geschichte einer IAA können Autos auch probegefahren werden. Über 250 zumeist elektrisch angetriebene Modelle von 15 Herstellern stehen dabei zur Wahl: Die Liste reicht von Audi RS e-tron über BMW iX3, Dacia Spring, Ford Mustang Mach-E, Mercedes EQS, Mini Cooper SE, Hyundai Ioniq, Polestar 2 und Porsche Taycan bis hin zum VW ID.4. Die Fahrten finden auf einem etwa zwölf Kilometer langen Abschnitt der Blue Lane statt, der blauen Spur von der Münchner Innenstadt zum Messegelände Riem. Eine kostenlose Probefahrt kann man mit der IAA Mobility App in Verbindung mit einer IAA-Eintrittskarte buchen. • IAA Mobility Conference: Auf vier Bühnen werden über 500 internationale Redner über eine nachhaltige Transformation der Mobilität sprechen. Den Veranstaltern ist es wichtig, den Dialog auch mit radikalen Autogegnern zu suchen. „Es ist ein neues Denken gefordert“, sagt VDA-Präsidentin Hildegard Müller. • IAA Mobility Citizen Lab: Auf dem Münchner Marienplatz finden öffentliche Diskussionen und Workshops rund um das Thema Mobilität statt. • IAA Mobility Virtual: Alle wesentlichen Programminhalte sind unter www.iaa.de digital live oder auch später erlebbar.
BUSSE WEICHEN AUS
Die Aufbauarbeiten für die IAA beeinträchtigen bereits ab Mittwoch, 1. September, bis voraussichtlich Donnerstag, 16. September, den Betrieb mehrerer Buslinien am Odeonsplatz. Auf den Linien 100 und 153 entfällt die Haltestelle Odeonsplatz ersatzlos. Die MVG empfiehlt, auf die Haltestelle Von-der-Tann-Straße auszuweichen. Bei den Nachtbuslinien N40, N41 und N45 entfällt die Haltestelle Odeonsplatz nur in der Fahrtrichtung Norden.