Auch heuer bietet das städtische Gut Riem wieder Gelegenheit zum Kartoffelklauben. Die mit dem altertümlichen „Schleuderroder“ aus dem Boden geholten Erdäpfel können direkt in den für 7 Euro (5 Kilogramm) oder für 13 Euro (12,5 Kilogramm) zu erstehenden Säcken gesammelt werden. Die Stadtgüter München verkaufen die Sorten festkochende „Nicola“, die vorwiegend festkochende und rotschalige „Laura“ sowie die mehlig kochende „Theresa“ – allesamt in Bioland-Qualität. Außerdem werden alte Kartoffelsorten mit den wohlklingenden Namen „Violetta“ und „Emmalie“ angeboten. „Die Aktion ist nicht nur körperlich herausfordernd und nostalgisch reizvoll, sondern hat auch einen ganz praktischen Nutzen“, wirbt Kommunalreferentin Kristina Frank: „Als Verbraucher erfahre ich viel über das Produkt und seine Herkunft. Der Kartoffelacker liegt in Daglfing an der Küstnerstraße. Ein Parkplatz wird ausgeschildert. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Acker am besten mit der S8 (Haltestelle München-Daglfing) und dem Bus 183 (Haltestelle Schichtlstraße) zur erreichen. Die Termine: • Freitag, 3.9.,14–18 Uhr • Samstag, 4.9., 9–14 Uhr • Freitag, 17.9., 14–18 Uhr • Samstag, 18.9., 9–14 Uhr.
Bei starkem Regen wird die Aktion abgesagt. Auskunft ab 8 Uhr per Bandansage am Infotelefon 089/90 71 92. sup
Um die Genehmigung des Klimacamps auf der Theresienwiese gibt es weiterhin Streit zwischen den Veranstaltern und dem Kreisverwaltungsreferat (KVR). Wie berichtet, ist zwischen 7. und 12. September der Aufbau einer kleinen Zeltstadt auf der Wiesn geplant. Rund 1500 Teilnehmer sind laut KVR angemeldet. Sie wollen mit Workshops gegen die parallel stattfindende Internationale Automobilausstellung (IAA) protestieren und für die Mobilitätswende werben. So wie es aussieht, dürfte die Demo genehmigt werden, allerdings mit „unverhältnismäßigen Auflagen“, wie die Organisatoren kritisieren. So habe die Stadt verboten, dass die Teilnehmer des Camps mit einer spendenfinanzierten „Küche für alle“ versorgt werden. Außerdem sollen keine Zirkuszelte aufgebaut werden. „Das schmeckt nach Schikane“, ärgern sich die IAA-Kritiker. Man wolle mit dieser Zeltstadt mitten in München „eine Woche lang eine klimagerechte Gesellschaft vorleben“. Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle (SPD) bezeichnet die Vorwürfe unterdessen als „absurd“. Es sei sehr schade, dass die Veranstalter sich jetzt offenbar dazu entschieden hätten, „den bewährten Weg der Kooperationsgespräche zu verlassen“. Laut Böhle haben die Veranstalter die Parameter der Versammlung ständig geändert, sodass die Genehmigung immer wieder neu geprüft werden musste. Daher sei auch faktisch noch kein Bescheid ergangen. Ein weiteres Problem sei, dass am 11. September zwei Großdemos gegen die IAA mit Abschlusskundgebungen auf der Theresienwiese stattfänden. KLAUS VICK