Bauen für (und gegen) die IAA

von Redaktion

Das Protestcamp und die Stände der Hersteller im Aufbau

Lange mussten sie auf den Bescheid warten. Am frühen Freitagabend war dann klar: Das Klimacamp als Protest gegen die IAA Mobility darf stattfinden. Umgehend begann der Aufbau am südlichen Ende der Theresienwiese. Doch noch gibt es Auflagen des Kreisverwaltungsreferats. Und dagegen möchten die Klimaschützer vorgehen.

„Wir bauen auf, was wir aufbauen dürfen, bis rechtlich alles geklärt ist“, sagt Oskar Sedlmeyer, einer der Organisatoren. Ein Zirkuszelt, in dem Veranstaltungen stattfinden sollten, wurde ihnen ebenso verboten wie eine große „Küche für alle“. Dort sollten alle Camper gemeinsam vegan kochen. Für das KVR sei das nicht Teil einer Versammlung, sagt Sedlmeyer. Das sehen die Klimaschützer anders.

Ob mit Zelt oder ohne: Am Dienstag beginnt mit dem offiziellen Start der IAA auch das Programm im Klimacamp: Workshops, Diskussionen und Protestaktionen. 1500 Menschen sind für das Camp angemeldet, am Wochenende übernachteten schon ungefähr zehn Klimaschützer dort. Rund 20 Freiwillige halfen täglich beim Aufbau.

„Es wird nicht genug gegen die Klimakrise gemacht“, erklärt Sedlmeyer seine Motivation. Auf der IAA werde manches als Lösung dargestellt. „Das sehen wir nicht so.“ Und darauf wollen verschiedene Gruppen und Klimaschützer aus dem Münchner Umfeld aufmerksam machen.

Aufgebaut wurde neben dem Klimacamp auch weiter in der Stadt an den Ständen der Aussteller. Und München ist um ein Straßenschild reicher: Ab heute führt die sogenannte Blue Lane (dt.: blaue Spur) vom Königsplatz zum Messegelände. Auf der durch gelbe Markierungen abgetrennten Umweltspur dürfen nur Shuttle- und Linienbusse, Taxis, Fahrzeuge mit E-Kennzeichen und Fahrzeuge mit mindestens drei Insassen fahren. Die Spur gibt es bis zum Ende der Autoschau am kommenden Sonntag.  pp

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