Kurz vor der Bundestagswahl gehen Klimaschützer in München unter dem Motto „Lieber demonstrieren als zukunftslos studieren“ auf die Straße. Geplant ist zunächst ein Demozug am heutigen Freitag ab 11 Uhr von der Arcisstraße zum Königsplatz mit 200 Teilnehmern, heißt es in einer Mitteilung. Für die anschließende Versammlung auf dem Platz hat der Veranstalter Fridays for Future München 5000 Teilnehmer angemeldet. Vom Königsplatz aus ziehen die Demonstranten durch die Innenstadt und zurück zu ihrem Ausgangspunkt.
In München haben im vergangenen Jahr 182 Stiftungen mit sozialer Zweckausrichtung fast 3,9 Millionen Euro für gute Zwecke ausgegeben. Das geht aus dem Jahresbericht hervor, den die Stiftungsverwaltung der Stadt München gestern im Sozialausschuss vorgelegt hat. 6800 Menschen wurden demnach in besonderen Notsituationen unterstützt, 139 Zuschüsse mit sozialer Zielsetzung gingen an soziale Einrichtungen. Zusätzlich sind 2,4 Millionen Euro in den Betrieb und Unterhalt der sechs stiftungseigenen Altenheime sowie drei Kinder- und Jugendheime geflossen. Sozialreferentin Dorothee Schiwy sagte: „Ich freue mich sehr über das außerordentliche Engagement der Münchner Bevölkerung, durch das soziale Einrichtungen und Einzelpersonen in unserer Stadt unterstützt werden können. Das ist bundesweit einmalig und gerade auch in Zeiten der Pandemie eine unverzichtbare Ergänzung zu den öffentlichen Sozialleistungen.“ Seit über 800 Jahren verwaltet die Stadt München Stiftungen. Derzeit sind es über 200 mit einem Themenspektrum von Kunst und Kultur, Sozialem, Bildung, Gesundheit und Denkmalpflege bis zur Wissenschaft, davon 182 Stiftungen mit sozialer Zweckausrichtung. lö
Die Aufregung war groß, als am bundesweiten Warntag, am 10. September 2020, in München keine einzige Sirene zu hören war. Der Grund: Sie wurden nach Ende des Kalten Krieges nach und nach abgebaut. Aufgebaut werden sie auch nicht mehr, das teilt die Stadt nun auf einen Antrag der CSU mit. „Um das gesamte Stadtgebiet von 310 Quadratkilometern abzudecken, wären etwa 900 Sirenen aktueller Bauart erforderlich.“ Diese besäßen jeweils einen radialen Wirkbereich von etwa 350 Metern und müssten gleichmäßig im Stadtgebiet ortsfest installiert werden. „Eine mögliche Ausstattung städtischer Dienstgebäude würde daher zur vollständigen Abdeckung nicht ausreichen, welche jedoch Grundvoraussetzung für eine flächendeckende Wahrnehmbarkeit in der Bevölkerung wäre.“ Daher müssten Standorte ermittelt und auch entsprechende Nutzungsverträge mit den Gebäudeeigentümern geschlossen werden. Die CSU hatte vor einem Jahr beantragt, die Sirenen wieder aufzubauen.