Kampfhund an Bord

von Redaktion

Geflüchteter hat Staffordshire-Terrier dabei

München – Die Ankunft der Flüchtlinge in München bedeutet für die Polizei viel Arbeit – und viele Überraschungen. Zuletzt bekamen es die Beamten mit einem Kampfhund ohne Maulkorb zu tun. Ein Flüchtling war mit dem Tier im Zug unterwegs, nicht wissend, dass American-Staffordshire-Terrier in Bayern verboten sind.

Der Mann saß am Donnerstagnachmittag in einem Regionalexpress, der in München ankam. Im RE5, der aus Salzburg kam, herrschte Aufregung: Reisende hatten die Bundespolizei verständigt, weil sie vor dem unangeleinten Kampfhund ohne Beißkorb Angst hatten. Als der Zug ankam, wartete dort bereits ein Diensthundeführer der Polizei auf den reisenden Hundebesitzer. Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen marokkanischen Studenten aus der Ukraine.

Der Mann war wegen des Kriegs in der Ukraine mitsamt Hund geflüchtet und über Polen und Salzburg nach München gereist. Der Vertriebene konnte glaubhaft darlegen, dass er auf dem Weg zu Familienangehörigen nach Dortmund war und noch am selben Tag nach Nordrhein-Westfalen reisen würde.

Der Polizist überprüfte den Hund, überließ dem Marokkaner einen Ersatz-Beißkorb, der für Notfälle mitgeführt wird, und gestattete dem angeleinten Terrier die Weiterreise. Der Marokkaner muss sich nun in Dortmund bei der Polizei melden, um dort zu klären, wie es weitergeht.mm

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