München – „Die Container sind eine Frechheit so dicht an der Mittelschule“, schimpfte Daniela Albrecht, die Vorsitzende des Elternbeirats, nun im Bezirksausschuss (BA) Allach-Untermenzing. Die Behälter stehen am Gehweg, auf dessen anderer Seite der Zaun der Schule verläuft. Nicht nur werde der Müll einfach vor den Containern abgestellt und versperre somit allzu oft den Schulweg oder mache ihn zumindest zu einem Ekel-Slalom, moniert Albrecht. „Er zieht auch Tiere wie Fliegen, Wespen oder Ratten an.“
Zudem parkten jene, die ihren Müll bringen, die Einfahrt zur Schule sowie die Bushaltestelle zu. Der Lärm von eingeworfenem Glas störe die Schüler beim Arbeiten. „Und es stinkt und sieht schlimm aus, weil der Müll oft sogar im Gebüsch liegt“, so die Elternbeiratsvorsitzende weiter. Nicht zuletzt sieht Albrecht eine erheblich Verletzungsgefahr durch Scherben und seit Neuestem sogar durch Drogenspritzen, die dort einfach hingeworfen wurden.
Einen körperlichen Schaden gebe es zum Glück noch nicht. Aber Schülersprecherin Kristina weiß trotzdem, wie groß die Gefahr ist. „Wir hatten schon mehrere platte Fahrradreifen und auch kaputte Schuhe durch den Müll“, erzählte sie im BA. Die Schüler und Albrecht forderten die Verlegung der Container und hätten auch einen Vorschlag für einen neuen Standort: auf einer Fläche nahe dem Sportgeschäft Bittl an der Georg-Reismüller-Straße.
Ob diese Fläche so einfach genutzt werden kann, wusste BA-Chef Pascal Fuckerieder (SPD) jedoch nicht. „Wir müssen erst die Eigentumsverhältnisse dort prüfen.“ Er ist aber froh über jeden weiteren Vorschlag. Denn das Problem sieht der BA-Vorsitzende durchaus. „Wir haben häufig die Situation im Viertel, dass die Menschen sogar ihren Hausmüll einfach bei Containern abstellen.“
Und nicht nur das. Auch Sperrmüll findet sich laut Victor Agerer (CSU) immer wieder. Er ist der Ansicht, dass man die Müll-Übeltäter nur mit höheren Bußgeldern abschrecken kann. Fuckerieder sieht dabei aber ein Problem: „Man muss diejenigen erst einmal erwischen.“ Es sei generell ein Problem im 23. Stadtbezirk, „dass wir eher zu wenig als zu viele Sammelstellen haben“.
Als kurzfristige Hilfe schlug Florian Wimmer (CSU) vor, dass die Schule ein Plakat mit einem Appell aufstellen solle. Da das Grundstück der Schule direkt angrenzt, könne man das dort durchaus sichtbar anbringen. Über die Wertstoffinsel sagt der CSU-Politiker: „Das ist in der Tat die schlimmste Sammelstelle in unserem Stadtbezirk.“
Gabriele Hartdegen (CSU) riet den Eltern und Schülern außerdem dazu, den zuständigen Entsorger Remondis anzurufen, wenn die Container mal wieder überfüllt sind. Fuckerieder hat jedoch auch beobachtet, dass die Menschen ihren Müll einfach vor leeren Behältern abstellen, anstatt ihn einzuwerfen. Darum ist ihm auch an einer langfristigen Lösung gelegen. Der BA-Chef sagte zu, Kontakt mit Remondis aufzunehmen und weiterzugeben, „dass die Schüler hier einen dringenden Handlungsbedarf sehen“. Auch alternative Standorte sollen geprüft werden.