Große Bauoffensive

von Redaktion

Stadtrat ebnet Weg für mehrere Projekte

München – Der Planungsausschuss des Stadtrats hat am Mittwoch den Weg für mehr als 2500 neue Wohnungen geebnet. Etwa 1500 sollen an der Heltauerstraße in Trudering entstehen, 660 in Fürstenried West, 170 bei der Umgestaltung des Telekomgeländes an der Pappenheimstraße in der Maxvorstadt. Zwei weitere Projekte sind in Perlach geplant, wo auch der Stephensonplatz neu gestaltet und aufgewertet werden soll.

Bei der Bauoffensive sei besonders wichtig, „dass die neuen Viertel bezahlbar, ökologisch vorbildlich, urban, sozial und voller Leben sind“, teilte die SPD-Stadtratsfraktion gestern mit. Aufgrund des Prinzips der Sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN) habe man zusammen mit den Grünen sichergestellt, „dass auf den Grundstücken ein hoher Anteil an Wohnungen entsteht, den sich auch Menschen mit geringen und mittleren Einkommen leisten können“. SPD-Fraktionschef Christian Müller bezeichnete das Thema bezahlbarer Wohnraum als „die zentrale Frage in unserer Stadt“.

An der Heltauer Straße in Trudering entstehen direkt auf der Nordseite des S- und U-Bahnhofs Trudering 1500 Wohnungen. Nach Meinung von Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher „ein spürbarer Beitrag zur Linderung der Wohnungsnot“ mit einer guten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Auf Antrag der Grünen wurde die Größe der P+R-Anlage auf 200 Stellplätze begrenzt. Dadurch würden die zukünftigen Bewohner vor zu viel Autoverkehr geschützt, so Bickelbacher. Im Gegenzug sollen etwa 500 Bike+Ride-Stellplätze vorgesehen werden.

Der Planungsausschuss hat überdies das Strukturkonzept für die Siedlung Ludwigsfeld beschlossen. Auf dem 32 Hektar großen Areal im Stadtbezirk Feldmoching-Hasenbergl sollen bis zu 2000 Wohnungen gebaut werden. Die Stadt will ein möglichst klimaneutrales Quartier mit Einrichtungen für Nahversorgung, Bildung und Sport schaffen. Bei ortsansässigen Bürgern stößt die Planung auf Widerspruch. Sie sei überdimensioniert. K. VICK

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