Petrus meinte es gut: Beim Kocherlball 2019 hatte es geregnet, danach fiel die Traditionsveranstaltung Corona-bedingt zwei Mal aus. Am Sonntag aber strahlte die Sonne – nach einem herrlichen Sonnenaufgang – mit den 10 000 Besuchern am Chinesischen Turm im Englischen Garten um die Wette. „Es war eine ganz besondere Stimmung“, sagt Veranstaltungssprecherin Ursula Seeböck-Forster. „Man hat gemerkt, die Leute haben saumäßig Lust, zu tanzen und zu feiern.“ Zu den Klängen der „Schreinergeiger“ und „Tanngrindler Musikanten“ zeigten die Tanzmeister Katharina Mayer und Magnus Kaindl die Schritte der verschiedenen Tänze, damit auch Ungeübte mitmachen konnten. Wobei Seeböck-Forster meint, dass heuer besonders viele Ballbesucher die Volkstänze schon beherrschten. Die Ersten waren bei Dunkelheit gekommen, um sich bei Kerzenlicht einen Platz zu sichern. Um 6 Uhr ging’s dann auf der Tanzfläche los. Zu sehen gab es auch jede Menge: Viele kamen in Dirndl oder Lederhose, manche trugen historische Uniformen oder das Gewand der früheren Kocherl, die die Tradition Ende des 19. Jahrhunderts ins Leben gerufen hatten. pp/Fotos: Christof STACHE/AFP (2), Sven Hoppe/dpa