Für das Parken in der Altstadt hat die SPD ein Antragspaket geschnürt. Unter anderem wird die Verwaltung aufgefordert, die „Blaue Zone“ weiterzuentwickeln. Die gibt es seit 1997 im Kreuzviertel. Durch einheitliche Regelungen sind damals hunderte von Verkehrsregelungsschildern abgebaut worden.
Laut SPD-Stadtrat Roland Hefter scheint es nun wichtig, das Konzept weiterzuentwickeln und Kurzzeitparkplätze für maximal 60 Minuten zu schaffen. Davon würden Lieferanten ebenso profitieren wie Patienten auf dem Weg zur Praxis. Zudem sollen reine Anwohnerparkplätze geschaffen werden für Münchner, die sich keinen Tiefgaragenstellplatz leisten können und einen Parkausweis besitzen. Ziel bleibe es, in einer „autoreduzierten Altstadt“ die Anzahl der Stellplätze im öffentlichen Raum für andere Nutzungen umzunutzen und damit schrittweise zu reduzieren. Daher soll die Stadtverwaltung auch darstellen, welche Kapazitäten in Parkhäusern unter städtischen Gebäuden oder Dienststellen nicht genutzt oder durch andere Mobilitätskonzepte für Mitarbeiter der Stadt für Anwohner frei werden können.
Zudem soll untersucht werden, wie für Anwohner der Innenstadt ein Angebot geschaffen werden kann, wie sie ein eventuelles eigenes Auto außerhalb der Innenstadt in der Nähe einer ÖPNV-Station auf einem gemieteten Stellplatz abstellen können. „Wir alle wollen, dass möglichst viele Menschen den ÖPNV und das Fahrrad nutzen“, sagt Hefter. „Es wird aber immer Menschen geben, die auf ein Auto angewiesen sind. Auch diese Bürger brauchen weiterhin Stellplätze.“ SASCHA KAROWSKI