Es begann als Familienurlaub und endete in einer Tragödie. Mit ihren Eltern, beide bekannte Anwälte aus Neapel (Italien), war die siebenjährige Lavinia in München zu Besuch. Am Freitagabend spielte sie laut Polizei im Innenhof eines Hotels in der Isarvorstadt. Dort wurde das Mädchen von einer Statue aus Stein getroffen. Etwa zwei Stunden später starb Lavinia im Krankenhaus.
Was genau in dem Innenhof des Hotels passiert ist, kann die Polizei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Klar ist bisher nur, dass die etwa 200 Kilogramm schwere und 1,40 Meter hohe Statue umkippte und das Mädchen unter sich begrub. Die Polizei geht aktuell von einem Unfall aus, weshalb die Statue umkippte, ist noch unklar.
„Die Eltern befanden sich in der Nähe. Ob sie auch im Sichtbereich waren, ist nicht sicher“, sagt ein Polizeisprecher am Sonntag zu dem Vorfall. Den Schrei der Siebenjährigen hörten aber mehrere Personen in dem Hof. Sie konnten das Mädchen befreien. Unter laufender Wiederbelebung brachten Rettungskräfte Lavinia in ein Krankenhaus. Dort erlag sie etwa zwei Stunden später ihren schweren Verletzungen. Die Siebenjährige erlitt laut Polizei unter anderem eine Lungenquetschung. Einige Stunden nach dem Unfall schrieb Lavinias Mutter Valentina P. in den sozialen Medien: „Du bist und bleibst unser Engel. Ruhe in Frieden, Liebe unseres Lebens.“ Daraufhin folgte eine Welle des Mitgefühls mit vielen Botschaften im Internet. Auch ein Freund der Familie meldete sich online zu Wort. Er habe am Samstag mit Lavinias Vater, Michele T., telefoniert, der sagte: „Unser Leben ist vorbei.“
Laut Polizei befinden sich die Eltern noch in München. Sie werden vom Kriseninterventionsteam des Klinikums Schwabing betreut. Die Befragung durch die Polizei stehe noch aus. SOPHIA OBERHUBER