Wer derzeit Obst und Gemüse einkauft, muss genau auf den Preis schauen. Die Inflation macht die gesunden Gaumenfreuden teilweise zur unangenehm teuren Angelegenheit. Zum Glück geht’s zur Erntezeit auch anders: Denn viele Höfe in München und der Region öffnen jetzt ihre Tore für Selbstpflück-Aktionen: Vom Apfel bis zur Kartoffel, von der Zwetschge bis zum Kürbis ist hier alles geboten. Die Eigen-Ernte schont nicht nur den Geldbeutel – Obst und Gemüse sind auch garantiert frisch. Und: Die Arbeit an der frischen Luft kann dazu noch jede Menge Spaß machen. Wir stellen Ihnen hier eine Auswahl an Erntemöglichkeiten vor.
Äpfel aus Maisach
Die Familie Wolf lädt zum Apfelpflücken ein. Auf ihrem Feld an der Weinbergstraße in Maisach gedeihen verschiedene Sorten, die am Freitag und Samstag jeweils von 9 bis 17 Uhr geerntet werden können. Übrigens: Dort stehen auch kleinere Bäume, die auch Kinder problemlos alleine abernten können. Außerdem gibt es im Hofladen frische Äpfel zu kaufen. Eimer oder Taschen sollten selbst mitgebracht werden, Schubkarren stehen bereit. Infos und alle Preise unter www.erdbeeren-wolf.de/aepfel-pluecken
Kartoffeln der Stadt
Sie lieben Kartoffeln? Dann ab ins Stadtgut Riem. Dort können die Knollen am 23. September (14 bis 18 Uhr) und am 24. September (9 bis 14 Uhr) geerntet werden. Auf dem städtischen Acker an der Max-Nadler-Straße in Daglfing holt ein Traktor mit Schleuderroder am Erntetag verschiedene Sorten frisch aus dem Boden – die Erdäpfel müssen dann nur eingesammelt werden. Wer sich lieber nicht bücken möchte, kann fertig befüllte Säcke mit fünf Kilo (7 Euro) oder 12,5 Kilo (13 Euro) kaufen. Mit der S8 ist das Gut gut zu erreichen. Bei starkem Regen muss die Aktion ausfallen, Infos gibt’s über Telefon 089/90 71 92.
Kürbis aus Lochhausen
Der Familienbetrieb Hofreiter hat Erfahrung mit Angeboten zum Selbstpflücken. Auf verschiedenen Feldern rund um München findet sich fast jede erdenkliche Frucht. Saisonbedingt bieten sich aktuell besonders Äpfel, Kürbisse, Erbsen, Kartoffeln und Tomaten zur Ernte an. Auf Feldern wie in Lochhausen lässt sich täglich von 8.30 bis 19 Uhr nach Belieben pflücken. Erwachsene zahlen für den Spaß 4 Euro, Kinder dürfen für 2 Euro aufs Feld. In Lochhausen kann man zudem an Wochenenden auch das Beerencafé besuchen. Alle Infos zu den Feldern finden Sie unter www.hofreiter.de/selber-ernten.
Früchte aus Ismaning
Der Holzerhof der Familie Sieber öffnet seinen Obstgarten an der Bruckmaierstraße in Ismaning an einigen Wochenenden für Selbstpflücker. 15 verschiedene Apfelsorten (2,90 Euro pro Kilo), vier Birnensorten, noch dazu Zwetschgen, Mirabellen, Pflaumen und Tafeltrauben warten darauf, vom Baum geholt zu werden. Außerdem werden Obstbrände aus der eigenen Brennerei angeboten. Die nächsten Gelegenheiten fürs Selbstpflücken sind am 17., 18., 24, und 25. September, jeweils von 10 bis 16 Uhr. Alle Infos unter www.holzerhof.eu/aepfel-selber-ernten-am-holzerhof-in-ismaning-bei-muenchen.
Ein Ausflug zum Obst
Nach einer kurzen Anmeldung im Obsthof Schmittner’s, kann es auf dem Schmittnerhof zwischen Landshut und Altdorf (direkt an der A92) auch schon losgehen. Auf den Plantagen finden sich Apfel-, Birnen- und Zwetschgenbäume. Von Montag bis Samstag kann zwischen 9 und 18 Uhr geerntet werden. Transportwagerl für den mühsam erarbeiteten Ertrag stehen kostenfrei bereit. Bis zehn Kilo gepflückter Ernte zahlt man 1,50 Euro pro Kilogramm. Infos: www. schmittnerhof-altdorf.de/obst-selbst-ernten.html.
Geheime Sammel-Orte
Wer es ganz geheim und natürlich will, könnte bei mundraub.org fündig werden. Auf dem 2009 gegründeten Internetportal tragen Nutzerinnen und Nutzer Standorte von wild wachsenden essbaren Pflanzen ein – wo sich dann jeder frei bedienen kann. Aktuell sind auf der interaktiven Karte allein in und um München über 1000 Streuobstwiesen, Kräuter-Wiesn etc. verzeichnet. Außerdem bietet die Seite Tipps zu nachhaltigem Sammeln, spannende Rezeptideen und Aktionen. Denn: Die Natur soll ja auch geschont werden. Wichtig: Eine Fundgarantie gibt es hier natürlich nicht – im Gegensatz zu den Höfen.