Für die Hegel-Forschung ist es ein Paukenschlag: In der Diözesanbibliothek des Erzbistums München und Freising hat ein Wissenschaftler umfangreiche Mitschriften der Vorlesungen des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel entdeckt. Die fünf Archivkartons mit eng beschriebenen Kladden und Papieren bezeichnete das Erzbistum am Donnerstag als „Jahrhundertfund“. Auch Entdecker Klaus Vieweg von der Friedrich-Schiller-Universität Jena betonte: „Eine solche höchst überraschende und glückliche Entdeckung gelingt wohl nur einmal im Leben und ist vergleichbar mit dem Fund einer neuen Mozart-Partitur.“ Hegel lebte von 1770 bis 1831 und gilt als der wichtigste Vertreter des deutschen Idealismus. „Verschiedene Teile von Hegels Philosophie sind zumeist nur durch Vorlesungsmitschriften dokumentiert, die somit herausgehobene Bedeutung für Hegels Einsichten besitzen und Einblicke in sein Philosophieren als ,work in progress‘ erlauben“, erläuterte das Erzbischöfliche Ordinariat. Die jetzt entdeckten, rund 4000 Seiten umfassenden Mitschriften stammen aus der Feder von Friedrich Wilhelm Carové, einem der ersten Hegel-Schüler an der Universität Heidelberg. Sie umfassen nahezu alle Teile von Hegels enzyklopädischer Architektonik, darunter eine schon lange gesuchte Mitschrift einer Ästhetik-Vorlesung, über die es bisher noch keine anderen Unterlagen gibt. kna
Seit dem 1. Juni werden Flüchtende aus der Ukraine im Jobcenter München betreut. Nach knapp sechs Monaten zieht Anette Farrenkopf, Geschäftsführerin des Jobcenter München, eine positive Bilanz. „Mit geringem bürokratischem Aufwand ist es uns gelungen, den geflüchteten Menschen Schutz und Sicherheit zu bieten, zusätzliche Belastungen zu vermeiden und den notwendigen Lebensunterhalt sicherzustellen“, sagt sie. Gleichzeitig ebne das Jobcenter mittel- und langfristig mit seinen Fördermöglichkeiten den Weg für eine bildungsadäquate Integration in den Arbeitsmarkt. Bislang sind etwa 7000 ukrainische Geflüchtete mit einem Alter von über 15 Jahren im Jobcenter München registriert. Davon sind über 3000 Menschen als arbeitslos gemeldet. Davon beträgt der Anteil an Frauen annähernd 75 Prozent. Die meisten Geflüchteten sind zwischen 35 und 45 Jahre alt, nämlich 29 Prozent. Deutlich geringer ist die Gruppe der 15- bis 25-Jährigen mit lediglich 12 Prozent vertreten. mm
Gute Nachrichten von dem Schweden, der am Mittwoch auf einen Zug am Bahnhof geklettert war und einen 15 000-Volt-Stromschlag abbekommen hat: Der 23-Jährige ist außer Lebensgefahr, wie die Bundespolizei berichtet. Mittlerweile stellte sich zudem heraus, dass der Mann auf Städtetour durch Europa war und eigentlich weiter nach Paris wollte. Sein Vollsuff am Dienstag in München endete aber im Krankenhaus. nah