Politik setzt sich für Neuperlacher Hebammen ein

von Redaktion

CSU und FW wollen Auskünfte zur geplanten Schließung der Geburtshilfestation

Immer mehr Politiker kritisieren die geplante Schließung der Geburtshilfestation in Neuperlach im Rahmen der Umstrukturierung der München Klinik. Die CSU/FW-Stadtratsfraktion hat nun Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) aufgefordert, die aktuelle Lage und die Auswirkungen einer möglichen Schließung darzustellen. „Die Suche nach einer Hebamme und einer Geburtsklinik darf kein Spießrutenlauf sein“, erklärt Alexandra Gaßmann (CSU).

Vor Kurzem hatte sich bereits Stadtrat Stefan Jagel (Die Linke) für den Erhalt der Neuperlacher Geburtshilfe stark gemacht. Auch der Parteitag der Münchner SPD beschloss, dass die Station nicht mit der Harlachinger Geburtshilfe zusammengelegt werden soll. Eine Vorgabe, an die sich die SPD-Stadträte zu halten haben. Zudem setzen sich die Landtagsabgeordneten Markus Rinderspacher (SPD) und Sanne Kurz (Grüne) für die Neuperlacher Hebammen ein.

Der Bezirksausschuss Perlach tagte vor 14 Tagen zufällig im Klinikum Neuperlach und befasste sich dabei auch mit dem Thema. Dabei wurde von der Klinikleitung offenbar unmissverständlich erklärt, dass die Hebammen spätestens 2024 umziehen müssten. Zudem müssten sie sich mit den Harlachinger Kolleginnen einigen, ob sie freiberuflich oder angestellt arbeiten wollen.

Eigentlich sollte es vor der endgültigen Entscheidung noch mal eine Bedarfsprüfung für Neuperlach geben. Diese soll im Herbst 2023 dem Stadtrat vorgelegt werden. Die Hebammen, die sich gegen die Schließung ihrer Station in Neuperlach wehren, halten dies für zu spät. Sie befürchten, dass dann am Klinikum Harlaching mit den Umbauarbeiten mittlerweile Fakten geschaffen worden seien. Ihre Online-Petition für den Erhalt der Geburtshilfeabteilung in Neuperlach haben mittlerweile rund 20 000 Menschen unterschrieben. CARMEN ICK-DIETL

Artikel 5 von 11