Gute Nachricht in der Krise: Die Stadtwerke München senken ihren Strompreis – diese Formulierung entstammt nicht unserer Feder, so lautete die Überschrift einer entsprechenden Pressemeldung des Energieversorgers am Freitag. Der Strompreis pro Kilowattstunde sinkt demnach zum 1. April 2023 von 61,89 Cent auf 51,89 Cent.
Das ist schon abenteuerlich, denn was hier als gute Nachricht verkauft wird, ist eigentlich erst dazu geworden, nachdem die Stadtwerke die Preise zuvor bis an die Schmerzgrenze (und für manche darüber hinaus) erhöht hatten – und seitdem bundesweit als einer der teuersten Anbieter gelten. Natürlich befinden wir uns in einer Energiekrise. Die Beschaffungspreise sind exorbitant hoch. Und über viele Jahre hat die Einkaufsstrategie der Stadtwerke derart gut funktioniert, dass sie zu den günstigsten Anbietern der Republik zählten.
Dieses Jahr ist das nicht der Fall, da scheint sich wohl irgendwer verrechnet zu haben. Dass aber zunächst über Wochen Panik bei den Kunden verbreitet wird, nur um dann zu sagen, alles halb so wild – das schafft wenig Vertrauen. Ähnlich war es bei den Bädern, die auch zur SWM gehören. Da wurden die Temperaturen erst gesenkt, am Ende wieder erhöht. Auch eine gute Nachricht.
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