Ärger wegen teurer Fernwärme

von Redaktion

Linke fordert eine Preissenkung von den Stadtwerken

Die Kosten in München steigen weiter und weiter. Erst diese Wochen hatten wir berichtet, wie hoch die Strompreise in der Landeshauptstadt im Vergleich zu anderen Kommunen sind. Nun wird klar: In Sachen Fernwärme ist München einsamer Spitzenreiter, wie die Fraktion der Linken im Stadtrat anmerkt. Der Verbrauchspreis steigt von 162 auf 210 Euro pro Megawattstunde und hat sich damit in nur zwei Jahren vervierfacht.

„Die Stadtwerke München (SWM) drehen die Energiepreisspirale weiter“, schimpft der Fraktionsvorsitzende Stefan Jagel. „Das ist schamlos und unverantwortlich.“ Vor zwei Wochen hatte Die Linke einen Dringlichkeitsantrag gestellt, um eine Erhöhung zu verhindern. Gebracht hat es nichts. Die hohen Energiepreise der SWM treffen vor allem Menschen mit geringem Einkommen, da sie oft keine Einsparpotenziale mehr haben.

Zum Vergleich: Laut Linkspartei ist die nächst teure Großstadt bei der Fernwärme in Deutschland Frankfurt. Und die liegt mit 164 Euro pro Megawattstunde noch deutlich unter dem Münchner Niveau. Hamburg zum Beispiel liegt bei 106 Euro pro Megawattstunde.

Daher fordert die Fraktion eine Absenkung aller Energiepreise der Stadtwerke. Jagel: „Gerade von einem städtischen Energieversorger erwarten wir soziale und transparente Energiepreise!“   pp

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