Messerattacke auf Polizisten

von Redaktion

Ermittlungen wegen versuchter Tötung: Ungar (28) in Untersuchungshaft

München – Er war bei einem Einsatz am Sendlinger Tor und musste von einer Sekunde auf die nächste um sein Leben fürchten: Ein Polizeibeamter in Zivil wurde am Mittwoch zum Opfer einer versuchten Tötung. Dabei wollte ihm ein Ungar mit einem Messer in den Hals stechen. Der Beamte überstand die Attacke mit Verletzungen an den Händen. Die Mordkommission ermittelt.

Laut Präsidium war es gegen 22.45 Uhr zu einem Streit in einem Hotel am Oberanger gekommen – bei dem bereits ein Messer im Spiel war. Zu den Polizisten, die an das Sendlinger Tor gerufen wurden, gehörte auch der Zivilbeamte (34). Dieser traf im Erdgeschoss des Hotels auf den 28-jährigen Ungarn, der gerade aus dem Fahrstuhl kam. Als sich der Polizist als solcher zu erkennen gab, passierte es: Der Ungar zog völlig unvermittelt ein bereits aufgeklapptes Klappmesser aus seiner Jackentasche und stieß in Richtung Hals des 34-Jährigen. Dieser schaffte es, die Hiebe abzuwehren, erlitt aber Schnittwunden an den Händen. Der 28-Jährige konnte überwältigt und festgenommen werden. Er kam am Donnerstag in U-Haft. Der Polizist wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Übergriffe auf Beamte sind keine Seltenheit, wie ein Blick in die Statistik des Präsidiums zeigt. Sowohl 2022 wie auch im Vorjahr kam es jeweils zu 1400 Fällen – und das allein in München. Dabei gab es zwar mehrere Angriffe mit Hieb- oder Stichwaffen, zu versuchten Tötungen kam es aber nicht.  nah

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