Gasteig: Streit um Zwischennutzung

von Redaktion

Kritik an Vergabe – Vertrag noch nicht unterschrieben

München – Der nächste Akt im Gasteig-Drama: Nachdem sich die Sanierung erneut verzögert, knirscht es jetzt auch bei der Zwischennutzung. Grund: Der Vertrag ist immer noch nicht unterzeichnet, zum 1. März hätte es losgehen sollen.

Der Stadtrat hatte sich für eine Zwischennutzung durch Kunst- und Kulturschaffende bis zum Start der Sanierung entschieden. Doch schon im Herbst vorigen Jahres gab es Probleme. Weil die Stadt eine fixe Miete von den Künstlern gefordert hatte, fanden sich keine Interessenten. Die Stadt verzichtete sodann auf die Fixpacht, schrieb neu aus und bewilligte sogar einen Zuschuss von 5,7 Millionen Euro für die Instandhaltung.

Im Gegenzug soll es auch die Möglichkeit geben, Proberäume beispielsweise kostenfrei zu nutzen. Den Zuschlag erhielten unter anderem Till Hofmann (Lustspielhaus) und Michi Kern (Freiheitshalle).

An der Vergabe gab es Kritik, denn so mancher aus der Szene befürchtete eine Konkurrenzveranstaltung, die mit Steuergeldern subventioniert wird. Und um diesen Gedanken gar nicht weiter zu manifestieren, ist die Vertragsgestaltung laut Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) schwierig. „Insbesondere der neue Umstand, dass der Beginn der Gasteig-Sanierung ungewiss ist, macht es nicht einfacher.“ SASCHA KAROWSKI

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