Ludwigsbrücke wird Dauerbaustelle

von Redaktion

VON SASCHA KAROWSKI

Die Notwendigkeit der Sanierung der Ludwigsbrücke war nie bestritten worden, das Bauwerk ist in die Jahre gekommen. Bereits 2019 fasste der Stadtrat den Beschluss für eine Generalinstandsetzung. Diese war für den Zeitraum zwischen 2020 und 2022 angekündigt. Der Fußgänger- und Radverkehr wird seitdem auf Behelfsbrücken geführt. Für den Autoverkehr steht eine Fahrspur je Richtung zur Verfügung. Die Tramlinie 17 ist derweil eingestellt.

Zwar sind die Hauptarbeiten abgeschlossen worden, teilt das Baureferat auf Anfrage unserer Zeitung mit. Aber der Gleisbau für die Tram hätte später begonnen. „Diese Arbeiten, die Spartenarbeiten der SWM und der Straßenbau werden bis Ende 2024 andauern“, heißt es weiter. Die Behelfsbrücken würden erst im Oktober 2024 zurückgebaut.

Ursprünglich hieß es, die Züge der Linie 17 könnten bereits im Sommer 2022 wieder fahren, da die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) die Gleise parallel zu den Arbeiten des Baureferates hätte verlegen sollen. Der Gleisbau habe keinen Einfluss auf die Dauer des Gesamtprojektes, sagt MVG-Sprecher Matthias Kaltner. „Die Arbeiten an den Anschlussstellen außerhalb der Brücke haben im September 2021 begonnen und liefen parallel zur Brückensanierung.“ Die MVG sei aber mit den Arbeiten auf der Brücke abhängig vom Fortschritt der Sanierung. „Daher konnten wir erst nach der Übergabe an uns im Herbst 2022 und nicht wie geplant im Juli 2021 beginnen.“

„Uns ärgert, dass die Ludwigsbrücke so viel später fertig wird als versprochen“, sagt SPD-Stadtrat Nikolaus Gradl. An einem solchen neuralgischen Knotenpunkt müsse der Baustellenablauf zwischen Baureferat und MVG besser koordiniert sein. „Wir brauchen jetzt gute Übergangslösungen für die Menschen. Die Verwaltung soll zumindest die Baustelleneinrichtung außerhalb der Brücke zurückbauen, um die Beeinträchtigungen zu minimieren.“

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