Diese Uhrzeit hat sich eingebrannt in Pavel Georgievs Erinnerung. Samstag, 4. März, 20 Uhr: Das war das letzte Mal, dass das Handy seiner Zwillingsschwester Donia Nachrichten empfangen hat. Danach: Aus! Pavel, der auch in München lebt, wartet noch bis Montag – aber als seine Schwester dann bei der Arbeit fehlt, fährt er besorgt zu ihr. Der Schock: Die Wohnungstür ist mit Polizeisiegeln verschlossen, Pavel und seine Frau fahren zur Polizei: „Dort haben wir dann die schreckliche Nachricht erfahren.“ Könnte sich Donia selbst etwas angetan haben? „Auf keinen Fall!“, sagt Pavel. Sie hätte ihr Leben nicht freiwillig aufgegeben – da ist er sicher. Donia habe immer das Positive gesehen. Ihr Lieblingsspruch war „La vita è bella“ – Italienisch für „Das Leben ist schön“. So wird Pavels Leben ohne Donia wohl nie mehr sein. rmi